hallo,
ich bin neu hier, habe aber schon viel gelesen und nun würde ich gerne etwas zu meinem speziellen Problem erzählen und um um Rat und Hilfe bitten:
Lange Vorgeschichte aber ich versuche es kurz zu machen, mein Sohn hat ADHS, ich weiß das ist heute nichts besonderes mehr um nicht direkt zu sagen das es eine " Moderscheinung "ist. Nichts desto trotz sind die Probleme die man dadurch hat nicht geringer.
Mein Sohn ist 8( wird im August 9) und geht in die zweite Klasse. Schon ein halbes Jahr vor Einschulung machte mich die Rektorin der Schule darauf aufmerksam das er ein besonderes unruhiges Kind ist und das ich auf jeden Fall mich mit den Gedanken anfreunden solle meinem Kind Ritalin zu geben. Logisch ich hab mich dagegen gewehrt und wollte es erstmal so versuchen. Zu Anfang ging es auch entgegen jeder Erwartung gut, er hatte Spass am lernen .( endlch im Kindergarten hat man überhaupt nichts mit ihm an Förderung gemacht) . Dann kam irgendwann der Einbruch, nichts funktionierte mehr und das schlimme war das er es selbermitbekam und weinte. Nach sehr langem hin und her und vielen Untersuchungen habe ich mich dann entschlossen ihm Ritalin zu verabreichen. Das nimmt er jetzt seit Anfang Januar. Er kommt ganz gut mit dem Medikament klar und seine Konzentration ist auch viel besser geworden. Ganze drei Monate ging es aufwärts, so dachten wir. Er war in der Lage endlich alle Test mitzschreiben so wie alle anderen auch. In Deutsch eine zwei, in Rechnen eine ausreichend. Aber Mathe ist sein großes Problem deswegen haben wir eine Nachhilfe eingestellt und ich habe ihn auf Diskalkulie testen lassen.
Vor ca zwei Wochen kam dann wieder der große Einbruch, auf einmal hieß es er würde nicht mehr richtig aufpassen, nichts mehr mitbekommen( ich fasse mich jetzt kurz , ganz viel wurde gesagt aber ich möchte mich auf das wesentliche beschränken) zuerst ein Gespräch mit der Rektorin die mich danach fragte wie es mit meinem Sohn läuft. Danach ein Gespräch mit der Lehrerin die mir ganz deutlich sagte das sie dazu tendiert ihn zurückzusetzen, wir hätten zu spät mit dem Ritalin angefangen und die lücken wären zu groß . Völlig fertig habe ich ( leider) meinem Sohn direkt von dem Gespräch erzählt, er fing an zu weinen und meinte das er nicht aus der Klasse raus will. Er muß wohl am nächsten Tag eine Bemerkung zur Lehrerin gemacht haben, denn diese sprach mich daruf an das ja noch nichts fest steht und das ganze erst in einer Klassenkonferenz geprüft würde. Ich solle mir mal ein ruhiges Wochenende mit ihm machen. Zudem hatte mein Sohn in der Woche eine Mittelohr Entzündung so das ich dem Rat der Lehrerin nachkam und ihn an dem Wochenende mit nichts schulischem belastet habe.
So: ........wie ich heute erfahren habe, hatt sie just nach dem WE am Montag die Kinder einen Mathetest schreiben lassen, mit lauter Sachen mit denen mein Sohn tatsächlich noch Schwierigkeiten hat. Der Test ist katastrophal ausgefallen, ein ungenügend sozusagen. Super nun haben sie endlich den Beweis in der Hand das mein Sohn tatsächlich nicht in der Lage ist diese Klasse weiter su besuchen und zurück gestuft werden muß. Vor diesem Test waren meine Argumente immer das er doch eigentlich jetzt ganz gute Noten schreibt und mitkommt, aber jetzt...................
.......... weiß ich nicht mehr weiter. Ich bin überzeugt das wenn sie neinen Sohn jetzt zurück stufen, die Probleme noch größer werden. Er muß aus seiner geliebten Klasse raus, ( die KLassengemeinschaft ist wirklich gut). Eine andere Lehrerin dazu kommt noch das er dann wahrscheinlich gar nicht mehr lernen wird weil er denkt das es sowieso nichts bringt. Was dann??? Sonderschule??? Mein Sohn ist wirklich inteligent genug diese Schule genau so gut wie andere Kinder zu schaffen.
Der Test auf Diskalkulie ist negative ausgefallen, also ist das auch kein Grund mehr ihn nicht zurückzustufen. Ist es üblich so mitten im Jahr Rückstufungen vorzunehmen. Als ich zur Schule ging war es einfacher: wir bekamen Zeugnisse, fielen die nicht gut genug aus sind wir nicht versetzt worden. Aber die Kinder heute, ist das eine Ermessens bzw. Gefühlssache der Lehrerin ob ein Kind versetzt wird oder nicht?
Welche Möglichkeiten habe ich, an wen kann ich mich wenden. Habe ich Mitspracherecht bei solchene Entscheidungen?( NRW). Hat jemand sowas ähnliches Erlebt und kann mir Tips geben wie ich mich jetzt am besten verhalte? Ich selbst weiß es nicht mehr.........
ich freu mich über alle antworten......... Danke

