Auch meinerseits nochmal ein herzliches "Hallo" an alle.
Grundlegend habe ich zwar die gleiche Meinung, allerdings mit einigen "Abwandlungen":
Ich selbst bin einer derjenigen, die noch aus der "C64"-Zeit übriggeblieben und vom Computervirus befallen sind (das ist wohl definitiv eine chronische Erkrankung

) Dementsprechend viel habe ich mit dem PC zu tun, allerdings auch und mittlerweile fast überwiegend beruflich!
Die Entwicklung der letzten Jahre ist auch für mich faszinierend wie erschreckend zugleich. Daß die Medien in Form des TV langsam in den Schulalltag eingezogen sind, war für meine Eltern sicher dieselbe Erfahrung. Allerdings sind die Möglichkeiten und die Verbreitung des PC (und seiner "Anverwandten") wesentlich umfangreicher und intensiver. Auch wird der Computer mittlerweile mehr und mehr eingesetzt - in "meiner" Vergangenheit war das Ansehen von "Schulfernsehen" eher die absolute Ausnahme.
Ich habe als Kind verhältnismäßig (für diese Zeit) viel fern gesehen und relativ früh auch den Computer kennengelernt. Wie ich finde nich zu meinem Schaden - um so besser finde ich mich heute in der medienbestimmten Welt zurecht (im Gegensatz zu so manchem Altersgenossen!) Wohlgemerkt ging mein "Konsum" aber gesteuert und gefiltert, nicht aber bestimmt vonstatten.
Ich bin der Meinung, die Kinder
müssen heutzutage früh und spielerisch an die Arbeit mit dem PC herangeführt werden. Ob dies nun gute oder schlechte "Übersetzungen" der bisherigen Arbeitsblätter sind spielt dabei keine Rolle: der PC weckt die Neugier und selbst verhältnismäßig "trockene" Lehrinhalte werden dadurch interessanter (es war früher doch genauso: eine "Vorlesung" wurde definitiv genauer und "ruhiger" verfolgt als eine gleich aufgemachte Lehrerstunde...)
Zudem benötigt heutzutage nahezu jeder Beruf entsprechende Kenntnisse - kaum ein Beruf, in welchem nicht wenigstens Basiskenntnisse abverlangt werden. Der Computer gehört heute mehr zum Alltag als der Fernseher früher. Und als Informations- und Kommunikationsquelle möchte ich ihn nicht mehr missen...
Als "Erzieher" - insbesondere als Eltern - fängt dabei die Verantwortung an, eine gute Mischung aus Medienkonsum (wobei der Interaktive PC sicher die bessere Variante als der Monologe Fernseher ist) und sozialen Kontakten zu schaffen, ohne dabei "Oberlehrerhaft" aufzutreten. Eine schwierige Gratwanderun an der ich mich gerade selbst versuche.
Allerdings scheine ich gar nicht so falsch zu liegen: jedenfalls gefallen meinen Kindern die LÜK-Kästen und Memory genauso gut wie die PC-Spiele und sogar das Internet (gefiltert, versteht sich - es sind nur bestimmte Seiten im Netzwerk für die Kinder freigegeben

- Die Mischung machts.
Deshalb geh ich mit FreeSepp nicht ganz konform:
Nachdem ich natürlich die "Ersten Schritte" der Kinder begleite, lasse ich sie dann aber lieber durch "herumklicken" eigene Erfahrungen sammeln. Erstens lernen Sie so eher allein mit dem PC umzugehen und auch Fehler selbst zu erkennen und zum Anderen ist das selbermachen und Erfahrungen sammeln definitiv der bessere Lehrmeister als jede "Zeigen und Nachmachen"-Stunde. In Maßen: definitiv "ja", aber ausschließlich in "Begleitung eines Erziehungsberechtigten" - definitiv "nein". hierzu ist Kontrolle in anderer Form notwendig, die etwas technischen Verstand der Eltern benötigt.
Aber ich glaube wir befinden uns generell in einer etwas schwierigen "Umbruchphase" - in jedem Bereich der (schulischen) Bildung. Deshalb sind unterschiedliche Meinungen und Verfahrensweise sicherlich legitim und "gesund" um vielleicht nach etlichen "PISA-Studien" doch einiges zu verbessern.
In diesem Sinne...
Thomas