Lernen mit dem PC aber bitte nicht zuviel!

Pro & Contra - Meinungen und Erfahrungen
(Beschreibungen einzelner Lernsoftware bitte unter "Lehr- & Lernmittel" eintragen!)

Lernen mit dem PC aber bitte nicht zuviel!

Beitragvon FreeSepp » 13.12.2004, 22:06

Hallo zusammen,

meinen Kindern habe ich schon relativ früh Lernsoftware für den PC gekauft.
Ich machte hierbei die Erfahrung, dass es sehr wichtig ist, mit den Kindern
gemeinsam das Lernprogramm durchzuspielen.
Ich aggiere als Moderator und verhinderte, dass meine Kleinen nicht nur noch nach "Versuch und Irrtum" vorgehen.
"Ach, da klick ich mal alle Symbole schnell durch, bis das Richtige dabei ist, Hauptsache ich komme weiter im Spiel".

Mittlerweile bin ich der Meinung dass die Karten-, Würfel- und Brettspiele aus unsere Kindheit ebenso gut-, bis besser sind als die Computer -Lernspiele.
Bei den Brettspielen ist man als Mama oder Papa sowieso mit dabei, hat selbst Spaß daran und kann seine Kinder nebenbei zu geselligen Menschen (Teamplayer) erziehen und braucht keine Angst haben,
dass sie in der "Cyberworld" des Computers menschlich Abstumpfen.

Spiele mit Menschen fördern die Kommunikationsfähigkeit, die im Beruf immer mehr gefragt ist.
Den Computer (PC) müssen wir als Arbeitsmittel beherrschen, doch wir
sollten nicht die Sklaven des PCs werden. Von daher, Lernspiele am PC ja, aber in Maßen und nur in Begleitung der Eltern.

In diesem Sinne klinke ich mich aus dem Netz und mache mir mit meiner
Frau einen schönen Abend.


Freundliche Grüße


Josef
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Beitragvon hausmeister » 15.12.2004, 19:16

Hallo Josef, hallo zusammen,

ich stimme dir unbedingt zu, dass zum einen der Umgang mit Computern nur in Maßen sinnvoll ist und dass zum zweiten eine Lernsituation mit Menschen (Eltern, Lehrer, andere Kinder) einem Lernprogramm unbedingt vorzuziehen ist.

Damit kann der Computer nicht konkurrieren, allerdings denke ich, dass er das auch gar nicht sollte.
Die "Konkurrenz" für den Computer ist m.E. eher das klassische Arbeitsblatt oder andere Medien, die eingesetzt werden, wenn das Kind für sich alleine lernt (etwa die LÜK-Kästen, mit denen ich früher sehr gerne gearbeitet habe :D ).

Und da hat der Computer wie ich finde durchaus Potential und größere Möglichkeiten als eben zB. das besagte Arbeitsblatt.
Wobei ich den Eindruck habe, dass viele Lernprogramme diese Möglichkeiten noch lange nicht ausschöpfen und vielfach auch nur wie Arbeitsblätter anmuten, die in den Rechner übertragen wurden...
Viele Grüße
Michael
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Beitragvon WebDaddy » 11.04.2005, 22:09

Auch meinerseits nochmal ein herzliches "Hallo" an alle.

Grundlegend habe ich zwar die gleiche Meinung, allerdings mit einigen "Abwandlungen":

Ich selbst bin einer derjenigen, die noch aus der "C64"-Zeit übriggeblieben und vom Computervirus befallen sind (das ist wohl definitiv eine chronische Erkrankung :lol: ) Dementsprechend viel habe ich mit dem PC zu tun, allerdings auch und mittlerweile fast überwiegend beruflich!

Die Entwicklung der letzten Jahre ist auch für mich faszinierend wie erschreckend zugleich. Daß die Medien in Form des TV langsam in den Schulalltag eingezogen sind, war für meine Eltern sicher dieselbe Erfahrung. Allerdings sind die Möglichkeiten und die Verbreitung des PC (und seiner "Anverwandten") wesentlich umfangreicher und intensiver. Auch wird der Computer mittlerweile mehr und mehr eingesetzt - in "meiner" Vergangenheit war das Ansehen von "Schulfernsehen" eher die absolute Ausnahme.

Ich habe als Kind verhältnismäßig (für diese Zeit) viel fern gesehen und relativ früh auch den Computer kennengelernt. Wie ich finde nich zu meinem Schaden - um so besser finde ich mich heute in der medienbestimmten Welt zurecht (im Gegensatz zu so manchem Altersgenossen!) Wohlgemerkt ging mein "Konsum" aber gesteuert und gefiltert, nicht aber bestimmt vonstatten.

Ich bin der Meinung, die Kinder müssen heutzutage früh und spielerisch an die Arbeit mit dem PC herangeführt werden. Ob dies nun gute oder schlechte "Übersetzungen" der bisherigen Arbeitsblätter sind spielt dabei keine Rolle: der PC weckt die Neugier und selbst verhältnismäßig "trockene" Lehrinhalte werden dadurch interessanter (es war früher doch genauso: eine "Vorlesung" wurde definitiv genauer und "ruhiger" verfolgt als eine gleich aufgemachte Lehrerstunde...)

Zudem benötigt heutzutage nahezu jeder Beruf entsprechende Kenntnisse - kaum ein Beruf, in welchem nicht wenigstens Basiskenntnisse abverlangt werden. Der Computer gehört heute mehr zum Alltag als der Fernseher früher. Und als Informations- und Kommunikationsquelle möchte ich ihn nicht mehr missen...

Als "Erzieher" - insbesondere als Eltern - fängt dabei die Verantwortung an, eine gute Mischung aus Medienkonsum (wobei der Interaktive PC sicher die bessere Variante als der Monologe Fernseher ist) und sozialen Kontakten zu schaffen, ohne dabei "Oberlehrerhaft" aufzutreten. Eine schwierige Gratwanderun an der ich mich gerade selbst versuche.

Allerdings scheine ich gar nicht so falsch zu liegen: jedenfalls gefallen meinen Kindern die LÜK-Kästen und Memory genauso gut wie die PC-Spiele und sogar das Internet (gefiltert, versteht sich - es sind nur bestimmte Seiten im Netzwerk für die Kinder freigegeben ;-) - Die Mischung machts.

Deshalb geh ich mit FreeSepp nicht ganz konform:
Nachdem ich natürlich die "Ersten Schritte" der Kinder begleite, lasse ich sie dann aber lieber durch "herumklicken" eigene Erfahrungen sammeln. Erstens lernen Sie so eher allein mit dem PC umzugehen und auch Fehler selbst zu erkennen und zum Anderen ist das selbermachen und Erfahrungen sammeln definitiv der bessere Lehrmeister als jede "Zeigen und Nachmachen"-Stunde. In Maßen: definitiv "ja", aber ausschließlich in "Begleitung eines Erziehungsberechtigten" - definitiv "nein". hierzu ist Kontrolle in anderer Form notwendig, die etwas technischen Verstand der Eltern benötigt.

Aber ich glaube wir befinden uns generell in einer etwas schwierigen "Umbruchphase" - in jedem Bereich der (schulischen) Bildung. Deshalb sind unterschiedliche Meinungen und Verfahrensweise sicherlich legitim und "gesund" um vielleicht nach etlichen "PISA-Studien" doch einiges zu verbessern.

In diesem Sinne...

Thomas
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Beitragvon FreeSepp » 05.08.2005, 20:20

@Web Daddy,

Bei uns hat es sich mittlerweile so entwickelt, wie du im letzten Absatz geschrieben hast....nun, meine beiden Kinder klicken sich selbsttätig durch
die Programme und es ist erstaunlich wie meine Kleine mit 3,5 Jahren
mittlerweile mit Maus und Tastatur umgehen kann.

Mein Ziel ist es, dass meine Kinder den PC als Werkzeug schon während
der Schulzeit nutzen können und auch nutzen.
Im Berufsleben gehört der PC dazu wie die Fähigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen. => Möchte damit sagen, dass der Umgang mit PC und diverser Software eine Selbstverständlichkeit sein wird.
Deswegen sollte jeder seine Kinder möglichst frühzeitig an die Computerwelt heranführen.

Schöne Grüße

Sepp
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