Wechsel der Grundschule - Wie geht das? (NRW)

im weit gefassten Sinne - hier soll es auch um grundsätzliche schulische Entwicklungen gehen

Wechsel der Grundschule - Wie geht das? (NRW)

Beitragvon tom » 14.06.2007, 17:59

Hallo zusammen,

unser Sohn (9) besucht derzeit noch die 3.Klasse. Mittlerweile hat er auch die 3. Klassenlehrerin.
In der Schule häufen sich inzwischen die Probleme.
Anfangs dachten wir immer, er hätte Umstellungsschwierigkeiten vom Kindergarten zur Schule. Seine damalige Klassenlehrerin sah es genau so und wir machten uns erstmal keine weiteren Gedanken.
Einige Wochen lang ging es dann auch sehr gut. Irgendwann kam unser Sohn dann tränenüberströmt nach Hause. Eine Sozialpädagogin, die an der Schule eigentlich für die Vorschulbetreuung zuständig war, machte mit den Kindern während der Unterrichtszeit Bewegungsspiele. Unser Sohn war zu dieser Zeit etwas pummelig und bewegte sich halt nicht so geschmeidig wie andere Kinder, was dieser Dame offensichtlich nicht passte und sie hatte nichts besseres zu tun, als ihn vor der ganzen Klasse lächerlich zu machen. Wir wurden auf den Vorfall von anderen Eltern, deren Kinder den Vorfall erzählten, sogar darauf angesprochen.
Ein klärendes Gespräch sollte mehrfach stattfinden, wurde aber immer wieder durch die Dame verschoben. Die Rektorin der Schule verweigerte ein Gespräch zu dem Thema mit der Bemerkung, man solle nicht alles so ernst nehmen was Kinder erzählen.
Nun gut, Ergebnis war, dass sich unser Sohn diesen Vorfall sehr zu Herzen nahm und sich danach von allem und jeden in der Schule angegriffen fühlte und sich ungerecht behandelt fühlte. Wir sind dann, als uns seine Klassenlehrerin dies vorschlug, zum städtischen jugendpsychologishen Dienst gegangen. Diese Erlebnisse dort mag man gar nicht schildern. Unser Sohn war natürlich sehr befangen und scheu und antwortete sehr leise auf die erste Frage. Was bekamen wir von der pädagogischen Kraft zu hören? "Na, richtig sprechen kann er also auch nicht." Darauf hin habe wir das Gespräch sofort abgebrochen.
In der Schule war unser Sohn inzwischen für einige Schüler ein willkommenes Opfer geworden. Wir haben seine Klassenlehrerin darauf angesprochen und bekamen gesagt, er sei halt sehr empfindlich und wir hätten ja eine Therapie beim Jugendamt mit ihm machen können.

Die Klassenlehrerin ging dann in den Mutterschutz, eine neue kam und unser Sohn blühte auf. Er ging wieder gerne zur Schule, kam wieder mit den anderen Kindern zurecht, sogar mit denen, die ihn vorher gehänselt hatten. Die neue Klasselehrerin hatte wohl sehr deutliche Worte gefunden und wir dachten, jetzt würde es wieder vorwärts gehen.
Bis zum nächsten Lehrerwechsel.
Das Spiel ging wieder von vorne los, mit dem Unterschied, das jetzt auch noch die Leistungen unseres Sohnes in den Keller gingen. Er bekam jetzt regelmäßig Ausraster in der Klasse wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, was wohl auch häufig der Fall war, wie wir von Eltern anderer Kinder erfuhren. Einige Klassenkameraden hänselten ihn auch während des Unterrichtes und er bekam dafür die Verwarnungen.

Gespräche mit der neuen Klassenlehrerin führten dazu, dass wir auch auf ihren Wunsch einen Kinderpsychologen eingeschaltet haben. Das überraschende Ergebnis nach einigen Sitzungen war, dass unser Sohn ein aufgewecktes, höfliches und völlig normales Kind sei.
Darüber hinaus war vereinbart worden, dass sie sich, wenn wieder Ausraster geschehen würden, sofort mit uns in Verbindung setzen würde.

Wir hatten das Gefühl, dass unserem Sohn die psychologische Beratung gut getan hatte.
Vor einigen Tagen war es dann aber mal wieder soweit. Ein anderes Kind hatte ihn mit einem Stock geschlagen und alles was seiner Klassenlehrerin dazu einfiel war ihm zu sagen, er solle diesem Kind doch einfach aus dem Weg gehen, er wisse doch wie dieses Kind sei.
Daraufhin haben wir sofort das Gespräch gesucht. In diesem Gespräch, bei dem auch die Rektorin der Schule zugegen war wurde uns erläutert, dass unser Sohn ein sehr schwieriges Kind sei und selbst bei kleinsten Anlässen ausrasten würde. Er habe schlicht in ihren Augen keinerlei soziale Kompetenz. Auf unsere Frage, warum man uns nicht wie abgesprochen benachrichtigt hätte, beschied uns die Rektorin damit, dass die Klassenlehrerin für sowas keine Zeit habe und das auch nicht Aufgabe der Schule sei. Wir müssten unseren Sohn schon selber in den Griff bekommen.

Wir hielten dagegen, dass er merkwürdigerweise nur in der Schule diese angeblichen Ausraster habe.
Unser Sohn treibt Sport und bei diesen Gelegenheiten treten die Probleme mit anderen Kindern nicht auf. Wie schon erwähnt hatte auch der Psychologe keinerlei Auffälligkeiten feststellen können.

Die Rektorin der Schule verfiel dann auf die Idee, dass der Psychologe offensichtlich keine Ahnung habe. Sie dagegen hätte reichliche Erfahrung und unser Kind sei offensichtlich gestört.
Und der Sportverein gäbe schließlich ein behütete Atmosphäre und da würde ja alles von den Kindern fernghalten. Nun ja, wir gingen raus und waren völlig perplex.

Das neueste ist - und dass hat das Fass zum endgültigen überlaufen gebracht - dass unserem Sohn nun durch die Klassenlehrerin vor versammelter Klasse mit einer Klassenkonferenz gedroht wird, wenn er sich nicht endlich benehmen würde. Auch dies ist uns durch andere Eltern zugetragen worden. Gleichzeitig wurden wir geradezu gedrängt, unserem Sohn dies nicht weiter anzutun und ihn von der Schule zu nehmen.

Beim Schulamt sah man sich nicht in der LAge uns Informationen zu geben, wie so ein Schulwechsel von statten zu gehen hat.

Wir würden uns daher sehr freuen, wenn wir hier einige Informationen bekommen könnten. Wir wissen einfach nicht mehr weiter.

Ich hoffe, ich habe nicht zuviel Langeweile verbreitet.

Gruß
Tom
tom
 
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Beitragvon doro r. » 22.06.2007, 20:22

Hallo Tom,
ich bin ja auch nicht DER Profi .... aber:
Da seit diesem Jahr die Schulbezirke weggefallen sind, kannst du dein Kind auf jeder Schule innerhalb des Stadtgebietes anmelden.
VG, Doro
doro r.
 
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