Wieviel lernen nach der Schule

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Wieviel lernen nach der Schule

Beitragvon TanjaV » 16.08.2007, 19:13

Ich hab im letzten Schuljahr die traurige Erfahrung gemacht, dass Kinder aus der Klasse meiner Tochter schon jetzt Stunden Nachmittags am lernen sind...manche haben gar keine Zeit mehr zum Rausgehen...oder für Vereinsaktivitäten....sehr viele verbringen viel Freizeit in der Nachhilfe etc...

Muss das schon in der dritten Klasse sein? Gut, meine Tochter lernt auch ab und zu...zusätzlich zu den Hausaufgaben oder für Arbeiten....aber ab ca 15h wird dann Schlußstrich gezogen und es geht raus. Ich hab da immer bedenken, dass zuviel Druck ausgeübt wird und das vielleicht die Kinder schon so früh den Spaß an der Schule verlieren.

Meine Tochter steht momentan auch zwischen 2 und 3 und in nem halben Jahr gehen die Empfehlungen für die weiterführenden Schulen raus. Würd ichs jetzt drauf anlegen und sie tagtäglich drillen, würd sie das Gymnasium sicher schaffen. Aber will ich das wirklich, dass mein Kind sich dafür quält...alles lernt...und doch wieder die Hälfte davon vergisst, weil Druck dahinter ist? Nein, nicht wirklich.....aber bei vielen Eltern hab ich den Eindruck

Mmh, Nachhilfe....braucht man das in der 3 Klasse wirklich schon? Meine Tochter hat etwas Schwierigkeiten in Mathe...sie hatte überall 1er und 2er und in Mathe halt den 3er (was ja auch immer noch befriedigend ist). Den Stoff der 3. und 4. Klasse kann man doch den Kindern selbst noch vermitteln oder selbst mit ihnen lernen, oder? Während der Schulzeit lerne ich mit ihr noch 20 Minuten Mathe zusätzlich...aber wie gesagt, 15h ist Schluß mit allem

Wie ist das bei euch? Wieviel lernen sie zusätzlich? Nachhilfe?
TanjaV
 
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Beitragvon marilulu » 10.07.2008, 20:27

"überall" zählt nicht. was zählt sind mathe und deutsch. wenn sie jetzt schon in mathe 3 hat in der 2. bzw. 3. klasse würde ich auf jeden fall mit ihr üben! du bringst sie in eine situation, die sie und du in ein paar jahren bereut. mit ein bißchen üben würde sie es schaffen!
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HALLO

Beitragvon kathrin 28 » 10.07.2008, 20:37

also ich würde auch sagen,wer jetzt nicht mitkommt,kommt nimmer mit.Wir machen auch gleich nach dem Essen Hausaufgaben,ich kontrolliere anschliessend immer und schau ob er alles verstanden hat.
Schule kommt bei mir an !. Stelle,dann gehn wir nachmittags 3 mal die Woche zum Sport und einmal die Woche zum Englisch.Ansonsten draussen spielen und eben lernen,wir lesen auch viel insbes.die Bibel und Was ist Was.Schaden kanns nicht.Nachhilfe in der 2. oder 3.klasse warum nicht?Ist schon sehr wichtig,weil eben Orientierungsstufe fehlt und heute weniger Zeit da ist und mehr gelernt werden muss als früher und wer da schon nicht mitkommt,wie solls dann später werden???? :roll:
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Re: Wieviel lernen nach der Schule

Beitragvon meol » 04.09.2008, 22:49

Hallo Tanja!
Wenn es Probleme gibt oder vor Arbeiten würde ich auch üben. Ansonsten es so handhaben wie Du. Bewegung, Spiel, Spaß ist für Kinder genauso wichtig.
Und bei Noten zwischen zwei und drei halte ich Nachhilfe für unötig. Man muss nur schauen, dass die Kinder den Anschluß nicht verpassen.
Kinder zu drillen, nur damit sie aufs Gymnasium gehen können, halte ich auch für falsch. Ein Kind, welches gute Noten schreibt, ist noch lange nicht fürs Gymi geeignet. Dazu gehört auch ein sehr gutes Arbeits- bzw. Lernverhalten, Selbstständigkeit, Motivation, ... . Durch Drill erreichte gute Noten bringen sicher auf Dauer nicht die gewünscten Ergebnisse. Wer nur dadurch die Empfehlung fürs Gymi bekommen hat, wird die Schullaufbahn dort auch nur mit dem gewohnten Druck schaffen. Ob das glücklich macht?
Gruß, meol
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Re: Wieviel lernen nach der Schule

Beitragvon Bleegle » 17.01.2009, 12:07

Hallo!

Wenn wir gerade auch mit unseren Problemen nicht wirklich ein gutes Vorbild sind, antworte ich jetzt trotzdem mal.

Unsere Kinder haben sich immer gut allein durchgehängelt und wir haben aber immer nur das geübt/gelernt was gerade dran war und was die Kinder wirklich auch wollten. Leider ist das auch bei anderen Eltern aus den jeweiligen Klassen anders... da wird gebüffelt Tag und Nacht, Nachhilfe usw.
Die Kinder sind dann im Sommer teils bis 10 Uhr nachts unterwegs... und ich frage mich, was soll das?
Jedoch bringen diese Kinder teils sehr gute Leistungen, hingegen meine Kinder immer nur zwischen 2-3 und eigentlich finde ich das komplett ok! Meine Kinder müßen nicht nur 1er bringen... wir haben Kinder in der Klasse da stehen die Eltern regelmäßig an der Klassentüre und erfragen was als nächstes dran kommt, damit die Kinder weitgehenst drauf vorbereitet werden können, damit sie dann auch Leistung bringen :shock: !

Die Kinder gehen solange in die Schule, hingegen Kinder dürfen sie weit nicht solange sein.
Mit 6 geht der "Ernst des Lebens" los und sie müßen nur noch funktionieren, die Schullaufbahn geht 9-12 Jahre! Die Relation ist für mich nicht ok, daher lernen sie im Rahmen das was sie brauchen.

Sie gehen nachmittags zu Aktivitäten, spielen mit Freunden und machen Sport. Dazu bin ich noch Berufstätig und kann nicht 100% schulisch meinen Kindern beistehen... dafür sind sie selbstständig/selbstbewußt und eigenverantwortlich. Gehen seit dem 2. Schultag allein in die Schule usw. andere hingegen weinen noch 3 Wochen nach dem 1. Schultag.... da sind mir ehrlich gesagt NUR gute Noten schnuppe...

Und dann liest man ja immer hinzu... Kinder die in der Grundschule gedrillt werden:
-entweder brechen sie in späteren Alter aus und verweigern alles
-können nur noch unter Druck Leistung bringen
-müßen dann ihre komplette Schullaufbahn in Nachhilfeunterrrichten sitzen
-Nachhilfe muß erst mal finanziert werden
-nur vorgetäuschte Übertrittsnoten, weil die Eltern dahinterstehen
-Kinder nicht mehr eigenveranwortlich lernen können, weil es ihnen immer abgenommen wurde

Das sind natürlich nur Einzelfälle, es gibt natürlich auch andere Ansichten.
Jedoch würde ich das alles nicht wirklich riskieren wollen.
Meine Kinder sollen/dürfen noch, in dem uns zur Verantworlichem Rahmen, Kinder bleiben!

Lg
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Re: Wieviel lernen nach der Schule

Beitragvon little Jo » 04.03.2009, 9:43

hallo bleegle,
ich antworte dir heute schon das zweite mal :D , (zufall)
ich finde deinen beitrag wirklich gut, ich stimme dir voll bei.meine kinder sind keine überflieger! sie krebsen meistens im mittelfeld und auch mal ganz unten auf der scala herum.(darf man das in der heutigen zeit überhaupt noch zugeben??) da es doch anscheinend nur noch "GYMNASIASTEN" gibt.wenn man aber keiner ist,dann am besten nicht zugeben.
finde ich furchtbar. ich kann von meinen kindern sagen: bei ihnen zählen noch andere werte, sie helfen gerne anderen (freiwillig), sind gerne draußen , sind höflich und freundlich zu jedem. was ich von vielen kindern nicht mehr kenne, (vorallem die schon von klein auf gedrillt werden aufs gymi zu gehen). bei uns gibt es einige "solche" .Egoisten , denken nur an sich selber, ich glaub dir gehen über leichen.(ich weiß ich bin :evil: ). ne, ich meine einfach lieber habe ich "natürliche,liebe Kinder" mit nicht so guten noten als .............
es soll auch "menschen" geben die ohne GYMNASIUM leben.

lieben gruß
little Jo
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Re: Wieviel lernen nach der Schule

Beitragvon Esche » 22.05.2009, 17:27

Hallo alle miteinander!!

Ich gestehe das ich eigendlich auch zu den Müttern gehöre die ihren Kindern nachmittags frei geben möchte. Sei es zum spielen oder einfach zum abschalten.
Diese "Eislaufeltern" die ihre Kinder schon vom Babyalter an aufs Gymnasium drillen waren mir immer suspekt und ich hab mir immer geschworen nicht so zu werden. :roll:

Inzwischen sehe ich es alles schon ein wenig anders. :|

Mein ältester hat damals eine Realschulempfehlung bekommen und ich habe ihn auf die Hauptschule geschickt. Das war gut so, denn er hat eine recht ansträngende Pupertät hinter sich und macht jetzt einen guten Hauptschulabschluß.
Mein mittlerer hat eine Entwicklungsverzögerung und ADS und ist integrativ eingeschult worden. Die Grundschuljahre waren der reinste Kuschelkurs. Keine Leistungsbeurteilung, kein Leistungsstreß und auch keine Forderung an seinen Intellekt. :(
Nun ist da noch mein jüngster. Er geht jetzt in die 2. Klasse und ich kann nur sagen das ist der Hammer!!! :shock:
Fast jede Woche eine Arbeit, Hausaufgaben ohne Ende und es wird Leistung gefordert als wenn alle aufs Gymnasium sollen.
Das heißt für uns jeden Tag ca. 1,5 Stunden Hausaufgaben (mit kleinen Pausen zwischendurch) und dann noch für Arbeiten lernen.
Dazu kommt das er ein schlechter Leser ist und richtige Probleme hat. Also noch eine halbe Stunde am PC ein Übungsprogramm machen und jeden Tag vorlesen.
Wenn ich das alles so zusammenrechne liegt er bei gut 35 Wochenstunden nur in Sachen Schule und das in der 2. Klasse. :roll:
Mache ich das nicht hat er überhaupt keine Chance das Klassenziel zu erreichen und das obwohl er ein total intelligentes Kerlchen ist.
Also "Was tun sprach Zeus??"
Freizeit einschränken und üben. Ob ich das will oder nicht!!!! :(

Es gibt halt Situationen wo man mit den Wölfen heulen muß. Solange es nur vorübergehend ist alles ok. Wenn nicht dann muß er eben das Schuljahr wiederholen obwohl das genau der falsche Weg für ihn wäre.

Inzwischen kann ich die Eltern verstehen die Leistung fordern!!!

LG Andrea
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Esche
 
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