In unserer Grundschule wird sehr viel Wert auf projektbezognen Unterricht gelegt....
Zuerst dachte ich: Was soll denn das? Ich war ehrlich gesagt sehr sehr skeptisch und wurde vom Gegenteil überzeugt!!!
In unserer Klasse laufen ständig Projekte...von Raubtieren über Wasser bis Höhlen. Die Kinder werden aufgeteilt in Gruppen, jeder hat seinen Themenbereich (meine Tochter war z.B. bei Höhlen in der Gruppe Höhlenmalereien) und es wird jede Woche einige Stunden daran gearbeitet. Die Kinder müssen sich dann Materialien auch besorgen...meine rennt ständig in die Stadtbücherei...sie müssen Plakate dazu anfertigen...müssen vortragen...
Es läuft das ganze Schuljahr durch immer ein Projekt....ist das eine fertig, fängt das nächste an.
Den Vorteil den ich sehe:
Die Kinder erarbeiten die Themen selbst und müssen sich zwangsläufig intensiver damit beschäftigen und es bleibt daher viel mehr hängen. Tristes Auswendiglernen fällt weg und es ist echt bemerkenswert, was die Kinder, gerade im Bereich sachkundliche Themen, dabei lernen
Die Kinder müssen ihre Projekte vor der Klasse vortragen....das stärkt das Selbstbewusstsein und fordert die mündlichen Leistungen
Die Kinder haben mehr Spaß am Unterricht und es fördert meiner Meinung nach auch das Sozialverhalten, da die Gruppen immer bunt gemischt werden und auch mal Kinder in einer Gruppe sind, die eigentlich nicht so miteinander können...jeder muss Rücksicht auf den anderen nehmen...die Stärken der Kinder sind meist verteilt
Wie jetzt der pädagogische Ausdruck dafür ist, weiß ich gar nicht....projektbezogener oder projektorientierter Unterricht? Zumindest ist diese Form des Unterrichts ist wirklich jedem zu emfehlen...
...und ich war zu Beginn wirklich sehr sehr skeptisch

