Deutlich ü40
So, das sollte reichen.
Jetzt mein Anliegen:
Nach Auflösung unserer schnuckeligen einzügigen Dorfschule wurde ich an eine dreizügige Volksschule versetzt. Unser Chef erwartet, dass die Kollegen eines Jahrgangs zusammenarbeiten, logisch.
Das tun wir (2 Kolleginnen und ich) auch regelmäßig. Ich bin derjenige, der als einziger eigene Kinder im Schulalter hat und deshalb alles auch immer aus dem Blick eines Vaters sieht.
Gerade in der 4. Jgst. in Bayern prasselt auf die Kinder wegen des notengebundenen Übertritts (Gymn., Realsch.)jede Menge Stress herab.
Ich sehe mich in meiner Funktion als Lehrer auch als Anwalt der Kinder und möchte diesen Stress im Rahmen meiner Möglichkeiten ein wenig abdämpfen.
Konkretes Beispiel: Wenn ein Kind in einer Probearbeit 43% der Punkte erreicht hat, dann will ich auch mal die Freiheit haben, diesem Kind eine 4 statt der 5 geben zu können.
Meine beiden Kolleginnen sehen das anders: 50% sind für sie eine äußerst stabile Grenze zur 5, wer weniger erreicht, der hat halt Pech.
Welche Dramen bei den betroffenen Familien damit ausgelöst werden können, wollen oder können sie offensichtlich nicht abschätzen.
Regelmäßiges Fazit: da ich überstimmt werde, muss ich mich, wie in manch anderen Angelegenheiten auch, entgegen meiner inneren Einstellung beugen. Das tut mir nicht gut.
Da morgen wieder unser wöchentliches Gespräch stattfindet, bin ich noch auf der Suche nach Argumenten und bitte um eure Hilfe.
Andere Baustelle:
Eure Meinung: Sollen bei Probearbeiten die zu erreichenden Punkte von vorneherein auf dem Arbeitsblatt stehen oder erst bei der Korrektur eingetragen werden? Vor-/Nachteile?
Auch hier sind meine Kolleginnen und ich unterschiedlicher Meinung.
So, ich habe fertig und freue mich auf Antworten.
Gruß, Lehrerpapa

