Hallo,
mein Sohn geht in die 1. Klasse. Er hat (wie auch sein Vater und Großvater) Schwierigkeiten, sich Sachen zu merken und ist auch sehr vergesslich. Aus diesem Grund findet er manchmal Sachen in seinem Rucksack nicht, obwohl er sie eingepackt hat oder er vergisst auch mal, ein Heft mitzunehmen. Die Lehrerin lässt ihn in solchen Fällen die Übungen nicht mitmachen. Letztes Beispiel: er hat sein Kopfrechnenheft im Ranzen nicht gefunden und dies der Lehrerin gesagt. Daher durfte er die Übungen nicht mitmachen und hat auch keine Ersatzaufgabe bekommen. Das heißt still sitzen, bis die anderen Kinder fertig sind. Auf meine Frage, warum mein Kind die Übungen nicht mitmachen darf, sagte die Lehrerin, es müsse alles sehr schnell gehen und sie kann dann keine Rücksicht nehmen, wenn das Heft nicht da ist. Ich muss dazusagen, dass er noch zwei andere Mathehefte hat, in die er problemlos die Ergebnisse hätte aufschreiben können. Auch wenn keine Ordnungszahlen vorgetragen sind könnte er die Ergebnisse ja einfach untereinander schreiben. Ist der Satz "Dann schreib die Ergebnisse in dein anderes Matheheft" wirklich zuviel verlangt? Sind die 5 Sekunden, die die Lehrerin dazu braucht, wirklich zuviel Zeitinvestition, damit mein Sohn am Unterricht teilnehmen kann? Ist Ordnung wichtiger als die Vermittlung und das Üben von Lernstoff?
Was sagt ihr dazu?

