kann ich mir aussuchen wo ich arbeiten möchte?

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kann ich mir aussuchen wo ich arbeiten möchte?

Beitragvon _Claudia_90 » 03.05.2008, 14:00

Hallo!
ich möchte gerne Grundschullehramt studieren. Leider kann mir keiner genau sagen, ob man sich dann später einen Ort oder eine Schule, z.B. auf dem Land, aussuchen kann, oder ob man einfach irgendwo hinversetzt wird.
Was ich auch gerne wüsste ist, wieviel in etwa der Verdienst wäre.
Ich denke, da gibt es Unterschiede- ich würde halt gern in Bayern auf dem Land leben und daher auch lieber direkt vor Ort arbeiten. Ist das möglich?
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Hallo!

Beitragvon Mara » 03.05.2008, 17:40

Da ich aus deinem Wohnwunsch rauslese, dass du aus Bayern kommst, kann ich dir antworten.

Wenn du das 1. Staatsexamen machst (der Unistandort spielt jetzt keine Rolle), kannst du dich für das Referendariat bewerben.
Dabei kannst du auch deinen Wunschregierungsbezirk angeben.

Genauere Städtewahlen gibt es (jedenfallst bei mir, 1. Stex 2001) nicht.
Du kannst aber in einem Begleitschreiben angeben, warum du in einen bestimmten Landkreis möchtest.

Das Kultusministerium weist dich dann einem Regierungsbezirk zu. Ich wollte z.B. nach Niederbayern, kam dann aber nach Oberbayern.
Zum Glück grenzt mein Landkreis gleich an einen oberbayrischen Landkreis an.

Leider ist es so, dass vor allem in Oberbayern Lehrermangel besteht, v.a. im Grundschulbereich. Da mussten auch schon viele Franken umziehen.

Wenn du also in Oberbayern 2. Stex machst, ist es sehr wahrscheinlich (d.h. wenn du den notwendigen Notenschnitt hast) dass du da auch bleibst. Sogar in dem Landkreis. Du kannst jedes Jahr Versetzungsanträge stellen, die endgültige Zuordnung an einen Schulort im Landkreis macht das Schulamt.

Der Verdienst im Referendariat ist um die 980€. Dabei ist es aber so, dass du evtl. eine Wohnung und auch den Sprit finanzieren musst, da zwei Tage in der Woche Seminartage sind. Manche Seminare sind landkreisübergreifend und es findet immer an verschiedenen Orten statt.

Bei einer Anstellung als Angestellte kriegst du ungefähr 1500€ raus. Beamtete bekommen ca. 500€ mehr raus. (Wers genauer weiß, verbessert mich bitte.)

Wenn noch etwas unklar ist, frag nur nach. Ich hoffe, es ist soweit alles verständlich.
Gruß, Mara
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Beitragvon _Claudia_90 » 04.05.2008, 8:51

Vielen Dank!

Das hat mir sehr weiter geholfen.
Dass der Lehrermangel also eher in Oberbayern besteht, trifft sich für mich gut. Und mit dem Geld komm ich bestimmt auch über die Runden!

Danke nochmal!
Grüße Claudia
_Claudia_90
 
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Vielleicht

Beitragvon Mara » 04.05.2008, 9:45

noch als Info:
- Referendariat dauert zwei Jahre. Im ersten Jahr hast du 8 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht, du bist drei Tage in der Woche an der Schule, die restlichen Stunden schaust du zu oder übernimmst immer mehr unter Anleitung der/des Klassenlehrers/in.

Im zweiten Jahr hast du 15 Stunden eigenverantwortlichen Unterrichts mit Klassenleitung (meist 3. Klasse).

Seminartage: Fahrt zu verschiedenen Schulen. Manchmal Unterrichtsmitschau, danach Arbeit an didaktischen Themen. An Seminartagen lernst du die verschiedenen Landkreise gut kennen. Bei mir waren Fahrten von 1 h zwar das Höchste, aber es geht manchmal noch weiter.

Aber es kann natürlich sein, dass sich bis zur Beendigung deines Studiums noch viel ändern kann.

- noch zum Geld: Im ersten Moment hört es sich wirklich nach viel Geld an, aber das legt sich, wenn du wirklich eine Wohnung brauchst und tanken musst.

Außerdem gibst du massig Geld für Arbeitsmaterial aus. Zwar kann man sich an der Schule die Schulbücher und manchmal Lehrerhandbücher ausleihen, aber das reicht nicht zur Vorbereitung.
Meinen Mann hat öfters der Schlag getroffen, als er meine Rechnungen für Bücher und Papier verschiedenster Art gesehen hat.

Gruß, Mara
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-

Beitragvon _Claudia_90 » 20.05.2008, 10:41

tja, mein vater sagt auch so was in der art.
auf jeden fall danke ich dir für die ganzen infos. so kann cih mir shcon eher ein bild davon machen. Es sieht danach aus, als müsste man schon sehr hinter dem ganzen stehen und viel spaß daran ahben. im moment kommt es mir auch so vor, als wäre es mein Traum :D
Ich geh einfach noch mal über alles drüber und wäge gut ab.

danke!
claudia
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Bitte

Beitragvon Mara » 20.05.2008, 16:22

gern geschehen! Wenn du noch was wissen willst, melde dich.
Gruß, Mara
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Hallo nochmal..

Beitragvon _Claudia_90 » 04.06.2008, 17:35

Hey, mir ist vor kurzem doch noch eine frage durch den kopf gegangen:

Meine Tante ist Lehrerin fürs gymnasium und unterrichtet im ausland (südamerika). Ich denke es ist als grundschullehrerin sehr schwer ins ausland zu gehen, wenn man die dortige Landessprache nicht als muttersprache spricht. oder wäre das trotzdem möglich?

danke und grüße
claudia
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Ich

Beitragvon Mara » 08.06.2008, 10:03

glaube, es gibt auch deutsche Grundschulen im Ausland, wo man unterrichten kann. Leider weiß ich nicht, wo man das erfragen kann. Vielleicht im Aussenministerium?

Gruß, Mara
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Ich schau

Beitragvon _Claudia_90 » 08.06.2008, 14:40

da mal nach!
vielen dank für den tipp. aber ich denke du hast recht, das ist schon ziemlich selten wahrscheinlich.
danke, claudia
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Beitragvon Labertasche » 10.06.2008, 16:14

Hi,
ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich möchte dir mal ein par DenkanstöBe geben:

1. Das wird von Land zu Land unterschiedlich sein... logisch...

2. Ich bin gerade im Austauschjahr in Finnland: Falls du nach FInnland schielst, vergiss es! Die würden nicht mal mehr einen Muttersprachler für den Sprachenunterricht in der Oberstufe fest einstellen, wenn er nicht perfekt Finnisch spräche... (ausgenommen Austausche).

3. Falls du Auswandern willst: Es ist in jedem Falle ratsam, die Sprache vorher zu lernen :lol: (ausgenommen mal religiöse oder politische Flüchtlinge, die sollen sehen, dass sie in Rettung kommen sozusagen und natürlich Austauschschüler/studenten/lehrer, denn die werden ganz anders aufgefangen- Stichwort in einer Familie wohnen). Unabhängig davon muss man sagen, dass du dann wahrscheinlich erstmal nur Deutschunterricht geben könntest und der setzt in der Grundschule natürlich vorraus, dass du auch in der Muttersprache sprichst, weil NUR in Deutsch sprechen, überfordert die Kinder wahrscheinlich am Anfang.
Die Systeme sind unterschiedlich, also mach dich auf Umschulungen gefasst und du wirst hart dafür arbeiten müssen.

4. Schon mal an Lehreraustausch gedacht? Da wirst du ganz anders aufgefangen und die Chancen stehen wirklich gut...

lG
(Und korrigiert mich bitte, wenn ihr denkt, ich habe Blödsinn geschrieben, wie gesagt, ich bin kein Experte).
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