Hallo,
wir haben (noch) 3 Grundschulkinder. Für unseren Sohn ändert sich das zum nächsten Jahr und wir sind sehr unsicher was wir tun können, damit unser Kind eine höhere Schulbildung erhält.
Die ersten Wochen nach der Einschulung ging unser Sohn gerne in die Schule. Ab dann gab es nur Probleme. Wir hörten von der Lehrerin er wäre sehr langsam, unaufmerksam, lasse sich leicht ablenken, könne nicht stillsitzen, bekomme die Anweisungen nicht mit, wenn er arbeiten würde müsse sie ständig an seinem Tisch sich aufhalten damit es klappt, seine Hausaufgaben wären unvollständig oder gar nicht da (ich habe das alles immer! nachgesehen. Wenn er allerdings etwas vergessen hatte aufzuschreiben konnte ich es nicht wissen. Von der Schule wurde ein Fördergutachten über ihn erstellt, das keine Erkenntnisse brachte.
Es wurde von uns eine Untersuchung veranlasst bei der festgestellt wurde, dass er unter Wahrnehmungsstörungen nach KISS litt und noch persistierende frühkindliche Reflexe da waren und auch Hörverarbeitungsstörungen bestanden. Daruafhin wurde er in der flexiblen Eingangsphase 1 Jahr zurückgesetzt. Diese Beeinträchtigungen wurden alle behandelt und es geht ihm heute gut. Nur in der Schule wurde er und wird er nicht besser bewertet.
Daraufhin haben wir eine Test durchführen lassen der belegt, dass er überdurchschnittlich bis überdurchschnittlich begabt ist. Der Schule habe ich dieses mitgeteilt aber sie sieht es nicht wie gefördert werden soll. Zusätzlich wissen wir nun, dass unser Sohn Legastheniker ist. Bis vor Kurzem wurde 1 Stunde Förderung nach der Schule angeboten. Auch wir haben ihn 2 1/2 Jahre privat von einer speziellen Kraft fördern lassen. Leider haben sich seine Noten unter der Förderung verschlechtert aber nicht weil die Förderung schlecht ist, sondern weil von der Schule jeder Fortschritt sofort wieder kaputt gemacht wird und er kaum noch Vertrauen in sich hat. Ich hatte schon den Eindruck, dass uns die Schule nach 1 1/2 Jahren loswerden wollte und nun denke ich dass wir im Hauptschultopf gelandet sind. Im Februarzeugnis hatte er in Deutsch eine 4, Schrift 2, Mathe 3; In diesem hatte er in Deutsch eine 4, Schrift 3, Mathe 4 (es war eine verhauene Arbeit mit Textaufgaben darunter). Der Legasthenieausgleich ist wohl berücksichtigt worden. Unter beiden Zeugnissen stand die Bemerkung, dass er sich mehr um seine schulischen Belange kümmern müsse. Es stand nie etwas positives mutmachendes darunter.
Nun meine Fragen:
- nach dem neuen Schulgesetz würde er ja jetzt mit einer Hauptschulempfehlung auf die Gesamtschule kommen. Wird er dort gleich auch in den Hauptschulbereich eingestuft oder hat er dort wirklich! eine Chance sich zu entwickeln? Wie wird es laufen, da er ja wohl jetzt schon laut Gutachten oft unterfordert ist in verschiedenen Bereichen? Vor allem unser Sohn möchte nicht auf die Gesamtschule.
- muss ich mir in diesem Falle eine Regionalschule suchen (die in diesem Fall rund 20-30 Km entfernt ist, damit mein Kind eine höhere Schulausbildung machen kann?
- was bringt jetzt noch ein Grundschulwechsel so kurz vor den Empfehlungen? Es ist auch leider bei mir das Vertrauen zu den Pädagogen an dieser Schule nicht mehr vorhanden.
Es wäre nett, wenn ich Antworten bekäme, die ein wenig Klarheit bringen können. Leider kenne ich mich mit den Gestzmäßigkeiten nicht aus. Mir wurde von einem erfahrenen Menschen mitgeteilt, dass ein Vorgehen gegen die Lehrkräfte oder die Schule nichts bringen wird, da auch das KM sowie die Schulämter sich nicht einmischen in diesen Dingen. Ebenso ist es für mich sehr verwunderlich, dass auch andere Kinder ähnliche Probleme haben, nur hier ist die Realschule oder sogar die Gymnasialempfehlung kein Problem. Wo bleibt hier die Chancengleichheit? Was kann ich sonst noch tun?
Vielen Dank für eure Mühe.
Mia

