Stört den Unterricht

was tun, wenn's nicht so rund läuft?
Hier können auch Fragen zu Legasthenie, Dyskalkulie, ADS/ADHS, Konzentrationsschwäche o.ä. thematisiert werden.

Stört den Unterricht

Beitragvon rosi1 » 26.11.2009, 0:10

Habe mal eine Frage an Euch.
Mein Sohn geht seid dem 15.09.09 in die 1. Klasse.Lesen ,schreiben,rechnen kann er sehr gut.
Aber sein Verhalten ist nicht sehr berauschend im Unterricht.Ich nenne mal paar Beispiele.Er steht mitten im Unterricht auf und geht manchmal zur Couch-Grund nennt er mir-weil er müde ist.(Geht aber immer pünktlich schlafen 20Uhr).Oder sieht das ein Junge nicht richtig was schreibt oder nicht kann ,wer geht da hin ,mein Sohn.Manchmal isst er mittem im Unterricht,weil er Hunger hat.Sie haben auch eine extra Trinkpause(da dürfen die Kinder nur mal schnell was trinken, er isst manchmal dabei).Seine Tischfläche sieht nicht so ordentlich aus,wie es die Lehrerin gerne hätte(wenn rechnen dran ist nur das Rechbuch usw. ).Er schlägt andere Kinder.(nenne mal 2 Beispiele: gestern wollte ein Kind in der Pause was abhaben,von sein Pausenbrot,weil es so lecker aus sah,mein Sohn sagte nein,der Junge haute ihn daraufhin,er haute zurück.-Ein Junge bemalte einige Striche an seinen Heft,er haute daraufhin.
Er ist zu langsam in einigen Dingen.
Redet mit dem Mitschülern am Tisch(beim werken-sonst sitz er schon immer alleine ganz hinten.)
Zu Hause ist er ein total lieber Junge-klar regt man sich auch mal auf,aber das ist normal.Wenn ich ihm was sage,macht er es auch sofort.Hausaufgaben macht er ohne Probleme.
habe der Lehrerin seid 2 Wochen vorgeschlagen,das sie mir ein Tagebuch zum ankreuzen täglich nun macht.Macht sie nun auch.Ich rede jeden Tag mit meinen Sohn darüber.Letzte Woche war ich mit ihm sogar deswegen schon beim Kinderarzt.Sie meinte ,eigentlich sollte ich mir das alles noch nicht so zu Herzen nehmen,das mit der Langsamkeit-kommt von der Müdigkeit.Das Jungs auch mal raufen,ist ganz normal-meint sie.Da er bei mir zu Hause ein ganz normales Kind ohne Probleme ist,ist ein Problem der Lehrerin und nicht meins-sagt die Ärztin,denn ich bin nicht in der Schule und kann ihr dabei helfen.Reden tue ich mit meinen Jungen täglich über seine Dinge ,die er wieder angestellt hat,aber was soll ich sonst noch machen,ich bin echt ratlos.Ausgleich hat er auch-geht zum Flöten und Handball.
Wie soll ich mich nun verhalten?Wäre um jeden Tipp dankbar.
rosi1
 

Re: Stört den Unterricht

Beitragvon Moppelmäuschen » 26.11.2009, 12:17

Hallo rosi1!!

Das mit dem Stören kommt mir sehr bekannt vor, schau mal in mein Profil und lies Dir meine dortigen Beiträge mal durch, vielleicht kannst Du dort etwas finden, was Dir hilft.

Mein großer Sohn (12) war auch einer von der Sorte, die immer stört und doch alles konnte.

Haben ihn auf Hochbegabung testen lasse und festgestellt, daß er unterfordert war. Die Lehrer allerdings stehen dann immer etwas auf dem Schlauch und helfen kaum mit. Er hat keine Medikamente (bei ADHS) bekommen und mittlerweile spielt sich das ganze von alleine ein.

Vielleicht ist Dein Sohn auch unterfordert und die Lehrer können in in der Stunde mehr beschäftigen.

Wir gesagt, lies mal die Beiträge von Eltern bei der von mir reingestellten Frage, Du bist wirklich nicht allein mit diesem Problem.


Gruß
Moppelmäuschen
Kann ich nicht, gibt es nicht!!!
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Re: Stört den Unterricht

Beitragvon rosi1 » 27.11.2009, 23:34

hallo moppelmäuschen,
ja deine geschichte ist so ziemlich identisch wie meine.
was mich mal interessiert,hat die ganze lauferei,von ergo bis arzt überhaupt was gebracht.was nützt es mir ,wenn ich test mache und ich dabei ,wie du festellen muß er ist hochbegabt.dir hat es ja auch nicht viel gebracht.in welche schule geht jetzt dein junge?
LG
rosi1
 

Re: Stört den Unterricht

Beitragvon Moppelmäuschen » 29.11.2009, 3:44

Hallo rosi1!!


Also, mein Sohn geht jetzt zur Realschule und hat ganz gute Noten. Am Freitag war bei uns Elternsprechtag und mir wurde mal wieder bestätigt, daß er immer noch stört, aber nicht mehr so wie früher, er sich aber trotzdem immer bemüht, alles so zu machen, wie es die Lehrer möchten. Die Textillehrerin hat ihn sogar gelobt, er würde für seine Verhältnisse (motorische Schwierigkeiten) sehr gut häkeln. Das war richtig aufbauend.

Ich weiß nicht, wie es geworden wäre, wenn wir gar nichts unternommen hätten. Aber was für mich beruhigend war, man konnte uns nicht vorwerfen, wir hätten nichts gemacht und einfach hingenommen, daß unser Sohn so ist.

Mir wird von den Lehrern auch immer bestätigt, daß wir eine der wenigen Eltern sind, die ganz offen mit dem Problem umgegangen sind. Wir haben immer allen gesagt, welche Maßnahmen wir gerade machen.

Die Einzige, die das überhaupt nicht akzeptieren und am liebsten auch vor unserer Verwandtschaft (hauptsächlich vor meinen Schwägerinnen) verschweigern wollte, war meine Schwiegermutter. Die konnte und kann immer noch nicht damit leben, daß es so ist, wie es ist.

Also, wie gesagt, ich weiß nicht, wie es ohne die ganze Rennerei gelaufen wäre. Also stelle ich mir vor, daß es vielleicht viel schlimmer gewesen wäre und freue mich, daß es jetzt so langsam alles besser läuft, sowohl in der Schule als auch im privaten.

Euch wünche ich für die Zukunft, daß Ihr einen guten Weg findet, mit dem Ihr Eurem Sohn helfen könnt. Ich kann nur sagen, steht zu eurem Kind und laßt Euch nicht von den Lehrern und allen anderen unterkriegen. Es ist manchmal nicht einfach, aber mir haben auch die Gespräche mit der Verhaltenstherapeutin geholfen. Die war sowohl für unseren Sohn als auch für mich da. (Diese Therapie (1 1/2 Jahre) wurde im übringen von der Krankenkasse bewilligt und auch bezahlt.)

Gruß
Moppelmäuschen
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