von f.j.neffe » 19.05.2011, 23:11
Mein Konzept ist die neue Ich-kann-Schule. Dazu kann man erst einmal genau hinschauen und erkennen, dass der Mensch nicht in Häusern lernt sondern immer in sich. Die Ich-kann-Schule trägt jeder Mensch stets in sich und sie steht jedem mit allem überall und jeder Zeit zur freien Verfügung. Dadurch lenken wir uns ein Lebenlang durch "Pädagogik" ab.
Lernen findet also im Menschen statt, und wenn es real zugeht auch Schule.
Man lernt, indem man eine Fährte des Lebens verfolgt und dabei seine originalen Erfahrungen sammelt. Wen das Lernen so fasziniert, dass andere ihm von sich aus folgen wollen, der ist Lehrer im Sinn des Wortes.
In unseren "Schulen" werden Planstellen von Lehrplan- und Unterrichtsvollzugsbeamten ausgefüllt. Da sie unterrichten, vermitteln, beibringen, zerstören sie ständkg den Sinn des Lernens. Wenn der Lehrer alle Blumen am Wege abmäht und den Kindern beibringt, wäre es ja geradezu pervers, dieser Fährte dann noch folgen zu wollen. Unsere Unterrichtsvollzugsanstalten sind gro angelegte Lebenssinn-Vernichtungsmaschinerien. Wir können den immer massiver werdenden Sinnverlust längst nicht mehr übersehen und wir können das Problem nicht lösen, weil wir die Zusammenhänge ignorieren.
Je schlechter es geht, umso mehr DRUCK machen wir.
Je mehr Druck wir machen, umso schlechter geht es. Aber wir hören nicht auf und steigern diesen Irrsinn immer noch mehr.
Druck komprimiert Problem und Mensch. Das ist das exakte Gegenteil von Lösung.
In der neuen Ich-kann-Schule gilt darum das SOG-Prinzip.
Sog löst, Sog richtet auf, Sog macht wachsen, mit Sog kann man die Kräfte punktgenau lenken, Sog macht Sinn.
Wenn ich das verstanden habe, dann begegne ich genau den Kräften und Talenten in den Kindern (und in allen meinen Mitmenschen) mit der allergrößten Hochachtung, die man ihnen aufgrund oberflächlicher "Tests" & Co. abgesprochen hat. Meine Aufgabe als ich-kann-Schule-Lehrer sehe ich nicht darin, möglichst viele Talente in die Fluct zu schlagen, sondern das Vertrauen aller, wirklich aller Talente zu gewinnen, sie zu stärken, zu entwockeln, aufzurichten und zum Wachsen und Blühen zu bringen. Das geht in aller Regel mit bestem Erfolg um ein Vielfaches einfacher als die Quälereien, mit denen man sich in unseren "Schulen" seine Misserfolge zu erschinden angehalten wird.
Auch das griech. Wort SCHOLAE bedeutet ziemlich genau das Gegenteil von dem, was wir heute als "Schule" daraus gemacht haben.
Für die alten Griechen war SCHOLAE der Rettungsanker bei zuviel Stress. Dann gönnten sie sich eine Pause, wieder zu sich selbst zu kommen, sich wieder zu spüren, wieder mit sich eins zu werden. Wird in unseren Lehrplanvollzugsanstalten nicht ständig versucht, nie jemand zu sich selbst kommen, nie jemand sich selbst spüren und nie jemand mit sich selbst eins werden zu lassen?
Eine gute Grundschule muss erst einmal überhaupt Schule sein.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe