Überspringen der 3. Klasse

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Überspringen der 3. Klasse

Beitragvon Dorola » 23.05.2011, 11:48

Hallo, liebe Mit-Eltern !

Plage mich seit einigen Tagen mit dem "Problem" der Vorversetzung und würde gerne Eure Erfahrungen, Ratschläge und Gedanken zu bzw. mit diesem Thema lesen.

Meine Tochter (8 1/2) besucht die 2. Klasse der "Flexiblen Eingangsstufe". Bereits im letzten Jahr bestand die Überlegung auf Vorschlag der Klassenlehrerin, daß sie die 2. Klasse überspringt. Neben einigen Überlegungen von unserer Seite aus war letztendlich ausschlaggebend, daß sie selber dies auf keinen Fall wollte und sie auch keinerlei Langeweile bei für sie einfachen Aufgaben verspürte. Also haben wir es gelassen und sind auch mit dieser Entscheidung glücklich.

In diesem Jahr wurde nun von ihrer neuen Kassenlehrerin erneut der Vorschlag gemacht, sie in diesem Fall die 3. Klasse überspringen zu lassen. Im Gegensatz zu letztem Jahr ist sie völlig begeistert, zumal sie in eine Klasse käme, deren Lehrerin sie sehr mag und in der sie auch durch die OGTS schon einige Freundinnen hat. Zudem meckert sie in letzter Zeit zunehmend, daß alles so "lepsch" und daher langweilig wäre. Zwar wird sie von Ihrer Lehrerin gezielt gefördert, da diese sogar aber mittlerweile bei Aufgaben der 4.ten Klasse nicht mehr so richtig fündig wird habe ich den Eindruck, irgendwo ist hier ein wenig das Ende der Fahnenstange erreicht.

So, jetzt bitte ich um Eure Einschätzung: möchte dazu sagen, daß sie sozial sehr integriert ist und als Typ keinerlei Probleme hat, Freunde zu finden und sich auch größeren Kindern gegenüber verbal gut durchsetzten kann.
Von daher sehe ich keine Probleme. Meine Bedenken sind eher dahin gehend, daß mir schon viele Eltern berichtet haben, der Sprung nach der Flexi in die 3.Klasse wäre für die Kinder eh ein größerer Umbruch von wegen Tests, Noten etc. (Lehrerwechsel und neuer Klassenverband wäre bei uns weniger ein Thema, da sie eh eine neue Lehrerin bekommen wird und die Flex-Klassen hälftig zu einem neuen Klassenverband zusammengeführt werden).
Meine Idee wäre z.B., daß sie vor den Sommerferien vielleicht 1-2 Wochen in der 3. Klasse mitmachen kann, da sie dann vielleicht erst wirklich ermessen kann (und wir auch), was auf sie zukommt. Wer hat hier schon Erfahrungen gemacht ?

Schon mal danke für Euer Feedback
DoroLa
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Seinen originalen Lebensweg gehen

Beitragvon f.j.neffe » 26.05.2011, 0:11

Griech. SCHOLAE ist das zu sich selbst Kommen, das (/wieder) mit sich eins Werden. Deine Tochter ist doch auf dem besten Weg, buchstäblich SCHULE zu machen. An ihrem Beispiel könnten wir alle lernen, was SCHULE ist. Als Ich-kann-Schule-Lehrer würde ich es genießen, mit ihr zu lernen. Und wenn mal Probleme auftauchen, dann schickt die das Leben, um auf nicht interessantere Talente aufmerksam zu machen, die es zu heben gilt. Ich hab in der Sonderschule auch gerne Schüler, die sich dafür interessierten, in der Hauptschule hospitieren lassen. Das Leben wächst nicht dem Lehrplan sondern der Sonne entgegen. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe
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