Förderung hochbegabter Kinder

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Förderung hochbegabter Kinder

Beitragvon Mary » 08.01.2004, 14:36

Hallo,

mich interessiert das Thema:

Förderung Hochbegabter Kinder in deutschen Grundschulen.

Ich finde es empörend, daß die meisten hochbegabten Kinder in den Grundschulen als Störenfriede und "krank" eingestuft und abgestempelt werden und landen meist später in Sonderschulen!!!

Wie kann man sich als Elternteil dagegen wehren???
Gibt es wirklich geeignete Schulen???
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht???

Gruß Mary
Das Leben könnte sooooo schön sein,
wenn es nicht die Schule gäbe...
Mary
 
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Hochbegabung in der Grundschule

Beitragvon Gabi.R. » 12.01.2004, 18:34



Wenn Ihr irgendwie den Verdacht habt, dass Euer Kind hochbegabt ist, dann ist der erste Schritt, sich nicht gegen die Lehrer zu wehren sonder sie ins Boot zu holen. Das macht viel mehr Sinn, denn dann ist der weitere Weg erst einmal sehr hart, vor allem, wenn Euer Kind ein sogenannter "Underarchiever" und somit ein Leistungsverweigerer oder Störenfried ist.
Die meisten Grundschulen sind nicht auf solche Kinde ausgerichtet, und die schwerste Aufgabe für die Eltern besteht darin, die Grundschuljahre nicht zur Pein werden zu lassen.
Dazu ist aber unbedingt ein IQ-Test nötig, damit Sie argumentieren können.
Oftmals hilft auch das Überspringen einer Klasse aus dem Dilemma.
Die Beratung von Leuten, die wissen was Hochbegabund bedeutet ist genauso wichtig, wie das Nichthinhören, wenn Laien gute Ratschläge geben.
Ich habe eigene Erfahrungen mit dem Thema Hochbegabung in der Grundschule in Bayern gemacht und gebe gerne Informationen weiter. :) :wink:
Gruß Gabi
Gabi.R.
 
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Schwierigkeiten mit Hochbegabten

Beitragvon kerstin » 22.08.2004, 21:39

Hallo,
da habe ich ja das gefunden, was ich gerade vergeblich gesucht habe. Ja, das ist so eine Sache mit der Hochbegabung. Viel Möglichkeiten hat man da ja nicht. Ob man sich den Lehrer "ins Boot" holt, würde ich sagen, kommt auch immer auf den Lehrer an! Denn leider gibt es ja immer noch welche, die einen belächeln, wenn man ihnen mit dem Thema kommt. Schade eigentlich. Ich finde auch, dass ein Test gemacht werden müsste, aber es ist doch eigentlich ganz schön traurig, dass man den nur machen muss, damit man sozusagen Beweismittel in der Hand hat...!

Info´s könnte ich auch dringend gebrauchen, übrigens, da wir auch vermuten, dass bei unserer Tochter eine Hochbegabung vorliegen könnte.

Grüße Kerstin
kerstin
 
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Beitragvon bianca » 06.04.2005, 18:25

:oops:
Hallo Kerstin,

wir haben da auch so unsere Probleme mit unserem Sohn .Er wurde mit 5 Jahren eingeschult,da er sehr wissensdurstig ist und die Vorraustzung für den Schulbesuch mitbrachte.Er wurde dann mit 6 Jahren auf Hochbegabung getestet,da er den Unterricht störte,sich scheinbar langweilte,aber alles mitbekam.Also er hatte sehr gute Leistungen,oft mit Abstand die besten.Es wurde bestätigt.Er ist hochbegabt.Von da an gingen die Probleme erst richtig los.Seid seine Lehrerin weis,dass erhochbegabt ist ,setzt sie vorraus,dass er einfach alles kann und können muss bzw. alles weis und wissen muss.Deshalb dürfte er nicht mehr im Unterricht stören und nicht mehr auffallen oder gar irgendetwas vergessen.Sier sagt es zwar nicht,behandelt ihn aber so,bzw. lässt es ihn und uns spüren.Von wegen also " die Lehrerin ins Boot holen ",bei uns ging dass wohl nach hinten los.Ihre Versprechungen,ihn extra zu fördern hat sie nicht eingehalten.Sie hat uns sogar zur ,jetzt halte dich fest , ERZIEHUNGSBERATUNG geschickt.Die sollen ihn jetzt " heilen ". !!!!
Da platzt dir doch die Kopfdichtung !!Und sowas nennt sich dann Pädagogin.Es ist schade ,dass hochbegabte Kinder erst ab der Oberstufe in den Gymnasien gefördert werden.Obwohl es auch viele Kinder gibt,die bereits in der Unterstufe Förderung auf Grund ihrer Hochbegabung bräuchten.

Vielleicht kennt jemand von Euch Adressen,an die man sich wenden kann.

Also Kopf hoch ,auch wenn der Hals dreckig ist und kämpft für Eure Kinder.

Liebe Grüsse Bianca
bianca
 
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Das Kreuz mit der Hochbegabung

Beitragvon kerstin » 09.04.2005, 18:57

Hallo Bianca! :wink:
Mann, da habt ihr aber wirklich Pech gehabt. Mit der Lehrerin, meine ich.
Seit meinem letzten Eintrag ist wirklich eine Menge Zeit vergangen. Ist irgendwie komisch, seine Gedanken von "damals" nochmal zu lesen... :oops: Bei uns hat sich die Sache relativiert, d. h. wirklich drüber gesprochen haben wir mit den 2 Lehrerinnen von Jana nicht, haben abgewartet :idea: kann manchmal hilfreich sein :idea: Wir haben unseren eigenen Weg gemacht. Jana ist eine der Besten in der Klasse und wird von uns zu Hause weiter gefördert--mehr Chancen haben wir sowieso nicht, da wir ja auf einer Insel leben. Allerdings sind die Lehrerinnen voll des Lobes, so dass ich überlege, das Thema doch nochmal anzuschneiden.
Gute Infos gibts übrigens bei der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) im Internet. Die haben beispielsweise auch Ortsgruppen, an die man sich wenden kann. Sie machen auch Feriencamps usw. Die Links auf der Internetseite fand ich auch ganz interessant.

Liebe Grüße von der
heute windigen Insel Borkum

Kerstin
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Hochbegabung

Beitragvon Jomi » 31.05.2006, 15:12

Hallo,

der letzte Beitrag bezüglich des Themas Hochbegabung liegt zwar schon einige Zeit zurück, ich versuche aber trotzdem mal mein Glück.
Vor allem würde mich interessieren, wie es den Betroffenen mittlerweile geht. Auch ich bin eine mehr als gestresste "Hochbegabtenmutter", wie auch schon in dem ein oder anderen Beitrag von mir zu lesen ist. Wir haben zwar das Glück, eine tolle Lehrerin zu haben, die sich sehr mit dem Thema beschäftigt und sich um meine Tochter sehr bemüht, unsere Tochter zeigt sich von all dem aber gänzlich unbeeindruckt und wirkt ständig resigniert und gelangweilt. Zu Hause zeigt sich das gleiche Bild, neben sehr aufmüpfigem Verhaltens.
Ich bin mit der Situation wirklich überfordert und würde mich aus dem Grund gerne mit erfahreneren Eltern austauschen. Gerne können sich natürlich auch alle Anderen melden, die zu dem Thema etwas zu sagen haben. Mit den Selbsthilfegruppen habe ich persönlich keine guten Erfahrungen gemacht.
Also, wer weiß was?
Jomi
 
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Beitragvon kerstin » 01.06.2006, 9:02

Hallo Jomi,

leider kann ich Dir auch nicht weiterhelfen. Da ich ja auf einer Insel lebe, sind hier die Möglichkeiten sowieso arg eingeschränkt, was manchmal auch zu heftigen Frustrationen führt, sowohl für Jana als auch für uns. Wir haben sie nicht testen lassen, da das für uns Riesenaufwand und Streß ist und von anderen Betroffenen abgeraten wurde, auf jeden Fall in diesem Alter, aber wir gehen einfach davon aus, dass es so ist. Damit es nicht zu langweilig wird, haben wir einfach das Rahmenprogramm - soweit das hier möglich ist - voll ausgebaut. Das Gezicke haben wir allerdings auch, wenn Langeweile aufkommt vor allem... :!: Vielleicht findest Du ja etwas, was den Interessen Deiner Tochter entspricht, z. B. im Sportbereich o.ä.

Viele Grüße

Kerstin von der Insel Borkum
kerstin
 
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Hochbegabung

Beitragvon Jomi » 01.06.2006, 13:59

Hallo Kerstin,

vielen Dank für Deine Antwort!
Wir haben Kathrin lediglich deshalb testen lassen, da bei ihr anfangs noch unklar war, welchen Ursprungs ihre Probleme waren. Sie hatte unter Anderem auch die für Mädchen typischen psychosomatischen Beschwerden (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen), die ja durch viele Faktoren auftreten können. Außerdem fiel sie in der Schule durch ihren plötzlichen Rückzug und ihrem fehlenden Elan auf. Das Alles war im ersten Schuljahr nicht der Fall. Da sie selbst gar nichts gesagt hat, außer, daß die Schule langweilig sei, war der Test unumgänglich, um Sonstiges auszuschließen.
In Punkto Freizeitgestaltung hat sie sicherlich genug Anspruchsvolles. Sie macht Geräteturnen, bekommt Querlötenunterricht und besucht in der Schule die Englisch-Ag. Also alles Sachen, bei denen sie an ihre Grenzen stößt, was für diese Kinder sehr wichtig ist. Demnächst wollen wir sie noch zum Reiten schicken, da dies, wie ich gelesen habe, auch sehr förderlich zur Besserung der Konzentration sein soll. Außerdem lernen die Kinder dort (es handelt sich um ein therapeutisches Reitzentrum) Verantwortung zu übernehmen und erhalten durch die Pflege eines so großen Tieres mehr Selbstvertrauen. Das ist zwar nicht ganz billig und neben ihren anderen Aktivitäten summieren sich die Kosten, wenn sich dadurch aber ihr Allgemeinzustand irgendwann mal ändert, verzichte ich lieber mal auf das Ein oder Andere. Bislang hat sich aber leider noch nichts geändert.
Wie ist das denn bei Euch so mit der schulischen Leistung bei Eurer Tochter? Ich meine jetzt nicht den Notenschnitt, sondern ihre Arbeitsmoral? Wie sieht es bei ihr mit den Hausaufgaben aus? Bei uns dauern diese und in der Schule kommt sie auch nicht in die Gänge.
Was unternehmt Ihr als Familie, um den Wissensdurst Eurer Tochter zu stillen? Innerhalb der Woche kommen wir, neben Kathrins alleinigen Freizeitaktivitäten, aufgrund ihrer langen Hausaufgabensitzungen und meines Minijobs, selten zu irgendwas. Am Wochende kann ich mich ehrlich gesagt meist nicht dazu aufraffen, großartiges zu planen, da die Luft dann nach der anstrengenden Woche einfach raus ist. Meistens spielen die Kinder dann im Garten.
Ich wäre sehr erfreut, nochmal von Dir zu hören, da ich denke, jeder geht anders mit der Situation um und man kann sich aufgrund dessen ein wenig austauschen.

LG, Tanja
Jomi
 
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Beitragvon kerstin » 05.06.2006, 19:03

Hallo Tanja!
Puh, da hat Kathrin ja volles Programm... das wäre echt toll, wenn wir soviel Möglichkeiten hätten. Meine Freundin und frühere Erzieherin von Jana (hat sich so entwickelt) hat selbst auch einen hochbegabten Sohn, durch sie sind wir erst auf das Thema gekommen, dadurch hatte Jana auch die Möglichkeit schon mit 5 eingeschult zu werden, das wäre sonst nie was geworden! Durch sie weiß ich auch, das sich diese Hochbegabung sehr verschieden ausdrücken kann, das z. B. die schulischen Leistungen grottenschlecht sein können. Bei Jana zeigt es sich beispielsweise durch ein klar strukturiertes und durchorganisiertes Arbeitsverhalten sowie Interesse an allem, wirklich allem, was so angeboten wird (ist ja nicht so viel hier). Ich kann auch gut verstehen, dass du mit dem Alltag überfordert bist, geht mir ähnlich, da ich auch einen "Minijob" neben dem Haushalt und den Kindern habe. Irgendwann ist einfach die Luft raus und man hat trotzdem ein schlechtes Gewissen. Viel Aktivitäten starten wir nebenher auch nicht. Mein Mann muß auch samstags immer bis mittags arbeiten, da bleibt nicht viel vom WE, doch diese kurze Zeit versuchen wir einfach zu nutzen, das braucht gar nichts spezielles zu sein, den Kindern bringt es viel, wenn wir zu viert was unternehmen. Einfach mal nichts tun ist auch klasse, oder nur mal fernsehen alle zusammen und über bestimmte Dinge lachen reicht auch. Manchmal macht man sich einfach zuviel einen Kopf... Wir können gerne weiter kommunizieren!

Liebe Grüße

Kerstin

PS: Hast Du Kathrin mal gefragt, was sie machen möchte? Wozu sie Lust hat? Jana hat da ziemliche Probleme mit der Sprache rauszurücken...
kerstin
 
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Beitragvon Mary » 08.09.2006, 10:45

Vielen Dank für die vielen Anregungen, die ich bisher hier erhalten habe.
Da kann man doch mal sehen, wieviele Leute das gleiche Problem haben.

Von meiner Seite aus kann ich behaupten, dass ich genau das Richtige gemacht habe.
Damals bei der ersten Grundschule habe ich versucht die Lehrer ins Boot zu holen. Vergeblich, das einzige was ich davon hatte war, dass eine Unterschriftensammlung gemacht worden ist, mein Sohn solle in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Gott sei Dank stand der Betreuer der Schule auf meiner Seite und gab mir die Telefonnummer von Brain in Marburg. Dort kann man den Sohn testen lassen und auch Ratschläge erhalten.

Da ich dann einen Nachweis hatte, dass mein Sohn hochbegabt war, wechselte ich die Grundschule in eine mit Hochbegabtenförderung in einem kleinen Ort. Diese Schulen bekommen Sondermittel für Hochbegabte Kinder und werden auch geschult bzw. bekommen zusätzlich Personal für solche Fälle. In dieser Schule war zwar der Anfang schwer, da sich mein Sohn dachte die Schiene der vorherigen Schule weiterfahren zu können, doch den Zahn wurde ihm schnell genommen, denn dort gibt es klare Anweisungen und Grenzen. Dort in der Schule hatten die auch z.B. das Fach Sozialverhalten, oder Wie lernt man richtig (sehr wichtig für Hochbegabte, denn die brauchten bisher ja nie zu lernen). Mit diesen Lehrern konnte man zusammenarbeiten und ein Konzept für jede einzelne Person erarbeiten (da auch sehr kleine Klassen). Zusätzlich ging ich alle 2 Wochen mit meinem Sohn zu einer Kinderpsychiaterin. Sie half mir auch bei den Problemen als mein Sohn angeblich in die Psychiatrie sollte (wenn man kein Ausweg weiß sollte man sich wirklich professionelle Hilfe holen und zwar bevor es zu spät ist. So hatte ich auch immer ein Nachweis in der Hand "Ich tu was")

Kurz und gut, mein Sohn ist nun im Gymnasium und ist strebsam, ordentlich und fleißig und bisher...toi toi toi nicht auffällig.

Was ich nun sehr schade finde, ist dass die Grundschule mit Hochbegabtenförderung geschlossen werden soll.
Ehrlich diese Schule sollte man anstatt schliessen weiter ausbauen, gerade für solche Kinder wie mein Sohn...und davon gibt es genug.
Stattdessen ist diese Schule eine Grundschule mit Hochbegabtenförderung und Hauptschule. Welche Mutter lässt ihr Hochbegabtes Kind auf der Hauptschule??? Da nicht genügend Kinder dort ab der 5. Klasse in der Schule sind, droht es der Schule geschlossen zu werden. Warum baut man diese Schule nicht aus, damit die Kinder Gymnasium dort machen können mit kleinen Klassen zur individuellen Förderung der einzelnen Schüler?

Gruß Mary
Das Leben könnte sooooo schön sein,
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Beitragvon kerstin » 08.09.2006, 17:34

Hallo Mary!

Ich würde mal sagen, da habt Ihr ja Glück im Unglück gehabt. Manche Lehrkräfte sind schon echt dreist.
Woher hattest Du nochmal die Information wegen der Grundschule f. Hochbegabte? Mich würde interessieren, ob es so eine Art Verzeichnis gibt, wo in Deutschland es welche gibt.
Das sie geschlossen werden soll, ist mal wieder typisch.
Ich wohne ja auf Borkum, da kämpfen wir schon seit Jahren um ein Gymnasium. Derzeit ist es so, dass die Kinder nachmittags zusätzlichen Unterricht bekommen, wollen sie das Abitur dann tatsächlich machen, müssen sie (wenn sie nach der 10. Klasse wechseln) die Klasse wiederholen, auch nicht sehr witzig. Als Alternative hast Du dann die Möglichkeit, Dein Kind nach der 4. Klasse aufs Festland zu schicken, ins Internat, wenn Du keine Verwandten hast...
Von daher kann ich Deine Meinung voll unterstreichen: Das Leben könnte so schön sein,...

Liebe Grüße von der Nordsee

Kerstin
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Hallo zusammen

Beitragvon mela » 16.10.2006, 21:41

Schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die mir vielleicht weiterhelfen können. Mein Sohn geht in die dritte Klasse, ist 8, und hat laut Test einen IQ von 115 (fachlich heißt das überdurchschnittlich). Der Schulstoff kostet ihn nicht viel, zuhause fördern wir erfolgreich mit einem Sternchensystem. Er hat einige klassische Probleme leistungsstarker Kinder: Soziale Schwierigkeiten; keine Bereitschaft, sich Dinge zu erarbeiten, denn bisher hat er ja alles sofort verstanden; niedrige Frustrationsgrenze. Leider reagiert die Lehrerin auf seine Situation eher abwinkend, er wird nicht gelobt oder motiviert. Ich habe keine Idee mehr, wie ich seine Lehrerin "wirklich" auf die Individualität meines Sohnes aufmerksam machen kann. Hat jemand Erfahrungen? Kennt vielleicht jemand Möglichkeiten, Sozialkompetenz testen zu lassen und diese zu fördern?

Danke und Grüße
mela
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Hallo alle!

Beitragvon Manu2 » 01.02.2007, 15:50

Habe mit Begeisterung all Eure Beiträge gelesen.

Unserem Sohn (3.Klasse/8 Jahre) ergeht es in der Schule nicht besonders. Die Lehrerin scheint ihn nicht gerade zu mögen. Mehrere Aussprachen zeigten, das wir vermutlich einen psychischen Störenfried haben. Die Schule forderte uns auf, uns psychologische Hilfe zu suchen. Durch unsere Kinderärztin kamen wir an eine kinderpsychologische Institutsambulanz.
Den Termin hatten wir heute. Sehr ergiebig, hilfreich und informativ. Das Erbenis: wir gehen in 2 Wochen zu einem IQ-Test. Die Psychologin vermutet hinter folgenden Punkten: Konzentrationsstörung, Leistungsverweigerungen, sehrgute bis grotenschlechte Leistungen, schwankende Leistungsbereitschaft, Antriebslosigkeit, etc., eine Hochbegabung. Das selbe wurde uns bereits vor 4 Jahren im Kindergarten angerate.

Der springende Punkt aber ist, das vermutlich die Lehrerin unseren Sohn nicht mit zur Landheimfahrt nimmt. Und wenn sich die Hochbegabung bestätigt, dann haben wir erst ein richtiges Problem.

Viele Grüße
manu2
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Beitragvon Manu2 » 27.06.2007, 14:01

Hallo, warum ist bei den Themen die wirklich interessant sind immer lange Funkstille? Habt Ihr keine Probleme mehr mit hochbegabten Kindern? Ich schon. :?:

Ich habe schon ein eigenes Thema aufgetan,unter Lernschwierigkeiten. Lesen tun es viele, aber schreiben niemand. Warum?

Nun nochmal, unser Sohn ist hochbegabt, jeder weiß das (Lehrer, Psychologen etc.) dennoch wird er dieses Jahr (3. Klasse) vermutlich nicht versetzt. Das ist doch mal ein Schock oder? :twisted:
Ich fühle mich absolut scheiße, habe ich versagt? Kann nachts nicht schlafen, kümmere mich nur noch um die Schulsachen unseres Sohnes. Unsere Kleine (1 Jahr) wird derzeitig nur nebenbei mit groß.

Wer kann mir Tipps geben, bin sehr daran interessiert. Ihr könnt mir auch privat Nachrichten hinterlassen. Ich hatte schon mal angedacht, vielleicht kann man einige dieser hochbegabten Kinder zusammenbringen. Ob's hilft, weiß ich nicht. Aber unser Sohn möchte gern andere Kinder mit Hochbegabung kennen lernen.

Was haltet Ihr davon?

Gruß
Manu
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Re: Förderung hochbegabter Kinder

Beitragvon vahida » 17.06.2009, 9:42

Hallo Manu
ich hoffe es geht euch inzwischen besser dir und deinem Sohn. Ich habe selbst einen Hochbegabten Jungen, der schon im Kindergartenalter auffiel und wir ihn dannach testen ließen. Die Kiga Zeit war fürchterlich. Inzwischen besucht er die dritte Klasse und wird nach der Sommerferien in die fünfte springen. Mein Sohn ist auch kein Hochleister, eher ein zweier Schüler und er bemüht sich auch so zu bleiben. Er hat zu Hause noch nie etwas lernen müssen, baut extra Fehler ein bei den Tests usw... Dennoch ist er ein Schlamper und Hausaufgabenverweigerer. Die Hausaufgaben dauern Stunden, bis er überhaupt anfängt vergeht eine Ewigkeit und dann hat er das Meiste noch nicht zusammen. Die Arbeitsblätter fehlen oft, die Hefte sind sehr unordentlich und die Schrift katastrophal. Ich denke dsa musst du deinen Sohn einfach unterstützen und für ihn kämpfen. Hochbegabte sind nicht automatisch Hochleister, das denken nähmlich viele, vor allem Lehrer. Es ist dein Kind und du kennst das am besten. Lasse dir nichts anderes sagen. Und an Alle; unsere Kinder sind in Ordnung, es ist das Schulsystem das nicht passt, das wir aber nicht ändern können. Je älter unsere Kinder werden, desto schwieriger wird es sie zu unterstützen, deshalb, tut für euere Kinder in jungem Alter was ihr könnt, stärkt sie, damit sie später auch für sich selbst kämpfen können.

Liebe Grüsse
vahida
 
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