Einschulung: Klasseneinteilung 1 Klasse;Gespräch mit Schule?

im weit gefassten Sinne - hier soll es auch um grundsätzliche schulische Entwicklungen gehen

Einschulung: Klasseneinteilung 1 Klasse;Gespräch mit Schule?

Beitragvon ahhpunkt » 10.01.2012, 18:16

Hallo!

Es geht um meine Tochter, die in diesem Sommer eingeschult wird.
Eigentlich ist in den letzten Jahren immer nur eine Klasse pro Jahrgang gewesen.
In diesem Jahr sollen jedoch sehr viele Kinder (über 40) engemeldet sein, so daß es wohl 2 Klassen werden.
Und genau darum geht es.
Soweit ich informiert bin, wird es in den Schulen ja so gehandhabt, daß immer Kinder eines Wohnbezirkes in eine Klasse kommen.
Genau das möchte ich bei meiner Tochter nicht. Und ich weiß nicht, ob ich vorab, also bevor evtl. überhaupt Klasseneinteilungen gemacht werden, das Gespräch mit der Schule suchen soll. Oder ob sowas vielleicht auch schlecht ankommt und ich es besser lassen und abwaretn soll um meinem Kind nicht vorab zu schaden (nach dem Motto "nervige Mutter" oder so).
Der Hintergrund, warum ich nicht so gerne möchte, daß meine Tochter mit den Kindern aus dem Ort (und wohl dann mit 2weiteren direkten Nachbarorten) zusammen kommt sind verschieden:
1. Sind es ausschließlich Jungen. Sie spielt aber -insbesondere, weil sie selber eher ruhig ist- nur mit Mädchen.
2. Wir wohnen sehr ländlich. Hier sind tatsächlich manche Dinge etwas anders als in der Stadt (ich weiß e, wohne erst ein paar jahre hier, vorher Großstadt). Dieses Jahr werden in unserem Ort nur Kinder von hiesigen Landwirten eingeschult. Konkret wir werden hier von den anderen Landwirten (obwohl wir selber eine Landwirtschaft haben) seit Jahren konkret geschnitten. (Aus verschiedenen Gründen, die jetzt insgesamt hier zu weit führen aufzulisten, u.a. hat es was mit beruflichen Erfolgen, schulischen beruflichen Werdegängen, vertreten einer eigenen Meinung, etc. zu tun). Mein Kind ist noch nie von den hiesige "Dorfkindern" irgendwo eingeladen worden, von Geburt an nicht, obwohl wir anfangs viele Einladungen selber ausgesprochen haben. Teilweise gibt es konkret üble/fasche Nachrede. Man sorgt hier schon für manches, wenn man Leute nicht haben will.... Meine Tochter merkt es auch schon: "Komisch Mama, ich bin immer bei Geburtstagen, wo die Jungs aus unserem Ort gar nicht eingeladen sind."
3. Da ich noch kleinere Kinder habe, wird meine Tochter die gesamte Grundschulzeit kaum mit dem Bus fahren (die Verbindungen sind ohnehin mehr als katastrophal). Daher wäre das Argument von gemeisamem Schulweg bei uns schon mal nicht zutreffend.
4. Da wir hier fast alle auf Einsiedlerhöfen wohnen, wird es später sowieso komplett egal sein, ob Freunde aus dem gleichen Ort kommen. Man wird seine Kinder zu Verabredungen immer fahren müssen. Da wäre es ohnehin unerheblich, ob man innerhalb des Ortes oder in den Nachbarort fährt.
Alles in allem: Meine Tochter wäre wohl deutlich glücklicher damit, wenn sie in die andere Klasse käme. Sie sagt selber oft "die Juns sind doof"und meint die hier aus unserem Ort.
Was meint Ihr:
Abwarten? Oder mit genanntem Hintergrund ein Gespräch suchen? Ich will doch nur ein glückliches Kind. ;-(

LG
ahhpunkt
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Der Ton macht die Musik

Beitragvon f.j.neffe » 13.01.2012, 18:40

Der Ton macht die Musik - das gilt auch für ein Gespräch mit Pädagogen.
Du berichtest ja nicht nur nein sondern mehrere Probleme. Wenn Du denkst, Du würdest also nervige Mutter gesehen, wenn Du mit jemand ein gutes Gespräch über Dein Kind führen magst, dann strahlst Du genau das aus und STRAHLEN gehen überall durch, bis tief in die Seele aller Beteiligten.
Hier kannst Du auch einen Schlüssel für Einfluss auf die Beziehungsprobleme entdecken: Deine Mitlandwirte können offenbar mit ihren Talenten nicht so gut umgehen. Du kannst es aber auch nicht. Du schickst ihren Talenten ständig Deine Notbotschaften. Not haben sie aber schon selber.Stell Dir mal vor, die guten Talente dieser Menschen seien geschwächt und können sich deshalb nicht durchsetzen. Wenn Du nun Dein Sendeprogramm änderst und ihnen "volle Pulle" ständig das einstrahlst, was ihnen zu ihrer GUTEN Entwiucklung fehlt, dann können sie die doch machen. Du bist dann ihre Lebensretterin und sie sind Deine Freunde. Es ist ganz angenehm, in anderen Leuten Freunde zu haben.
Ich habe dieses Ich-kann-Schule-Experiment schon mit ganz kleinen Kindern erfolgreich gemacht. Sie schickten den Erwachsenen, die ihnen das Leben zur Hölle gemacht hatten, einfach im Geiste alles, was zum GUTsein fehlte, und die änderten sich binnen Tagen. Dazu kann man sich auch noch selbst alles zudenken, was einem zum GUTsein und Starkwerden fehlt. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe
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