Hallo Roland!
Tja, das sind die Ergebnisse der Sparmaßnahmen... Aus welchem bundesland kommst du denn? Hier in Bayern ist es auch so, dass ab 32 SS die Klassen geteilt werden. An meiner Schule ist es im Moment so, dass wir 30 Vorschulkinder haben. Nächste Woche ist dann offizielle EInschreibung, und natürlich hoffen alle, dass noch zwei Kinder irgendwoher auftauchen.
Ansonsten muss eine Lehrerin im nächsten Jahr 31 - wie du sagst - zappelige und total unterschiedliche Kinder betreuen. Da sind weder besonders guter Unterricht noch effektive Erziehungsarbeit möglich. Individualisierung und Differenzierung kann man ganz vergessen. Alle schönen Unterrichtsmodelle, die man an der Uni und im Ref gelernt hat, kann man von einem auf den anderen Tag in den Müll werfen.

Und die Leidtragenden werden die Kinder sein. Eine ideale Klassenstärke läge bei 15 bis max. 20 Kindern, aber das kann ja niemand bezahlen. *grummel*
Angenommen, es käme eine Klasse mit 31 Kindern zustande und es würde im Schuljahr ein Kind zuziehen, dann hätte man sogar 32 oder auch ab und zu 33 Kinder in einer Klasse - das ist wirklich mehr als ungünstig.
Ach, ich könnte da stundenlang drüber schreiben und mich ärgern... Kein Wunder, dass man als Lehrer irgendwann ausgebrannt ist - da hat man wirklich tolle Ideen, um den Unterricht interessant und effektiv zu gestalten, aber man wird Jahr für Jahr ausgebremst durch die äußeren Umstände...
Nachdenkliche Grüße,
Wonnie