Hallo Greti
Ich bin zwar kein "Rechtsexperte", deswegen weiß ich nicht, ob die Lehrerin das verbieten darf. Aber was ihre Entscheidung angeht - das macht schon Sinn. Schreiben ist ziemlich schwierig, wir Erwachsenen unterschätzen das gerne. Denke mal nach, was er alles machen muss. Buchstaben merken, Stifthaltung, nicht zu viel oder zu wenig Druck, und und, und... Wenn sich ein Kind auch noch darauf konzentrieren muss, die Füllermiene nicht zu verbiegen... Ich weiß nicht, da gibt es sicher auch gegenteilige Meinungen, aber ich finde auch, ein Kind soll sich erst mal mit dem Bleistift oder dem Buntstift üben.
Da er an seiner alten Schule schon mit dem Füller geschrieben hat, mag er schon daran gewöhnt sein, aber jetzt überlege mal, was in der Klasse los ist, wenn ein einziger das Privileg hat, mit dem Füller zu schreiben!!! Ich meine, das kann man einem Fast-Achtjährigen auch erklären, ohne das er das als ungerecht empfindet.
Die alte Schule deines Sohnes scheint mir außerdem eine ziemlich Ausnahme zu sein. Ich habe jetzt durch das Studium (wegen Praktika) und meinen Job doch schon einige Schulen besucht und habe wirklich noch nie gehört, dass es Klassen gibt, die schon ab der Ersten mit Füller anfangen. Das, was die in HH machen, ist der Normalfall.
Du schreibst "Ich WAR optmistisch..." - bist du es jetzt nicht mehr? Ich würde die Schule nicht nach so einer Sache bewerten wollen. Gib ihr eine Chance.
Wünsche dir und deinem Sohn alles Gute
Schönen Gruß
Arne
Ich bin Arne und studiere im 12. (jaja...) Semester Lehramt für Primarstufe in Bremen. Meine Fächer sind Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Sachunterricht. "Nebenbei" jobbe ich an einer Grundschule als Vertretungslehrer.