Zappelin

was tun, wenn's nicht so rund läuft?
Hier können auch Fragen zu Legasthenie, Dyskalkulie, ADS/ADHS, Konzentrationsschwäche o.ä. thematisiert werden.

Zappelin

Beitragvon Helloween » 15.10.2005, 19:55

Hallo,

bei meiner Tochter (9 Jahre) wird ADHS vermutet. Ich möchte aber
das Medikament "Ritalin" nicht geben.

Hat jemand Erfahrung mit "Zappelin"? Dieses Medikament soll
auf Naturbasis sein?

Für einen Erfahrungsaustausch wäre ich sehr dankbar.

Helloween
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Zappelin

Beitragvon maria37 » 19.10.2005, 16:33

Hallo,
ich gebe seit etwa einer Woche meinem 6-jährigen Sohn Zappelin und bin begeistert, wie er sich in dieser kurzen Zeit zum positiven verändert hat.
Es wurde zwar bei ihm kein ADHS festgestellt, aber er war oft übernervös, unkonzentriert, sehr zappelig und hatte nachts oft Alpträume. Seit einigen Tagen sitzt er nun recht lange und konzentriert an seinen Spielsachen, spiel ohne "hysterische Anfälle" zu bekommen mit anderen Kindern und schläft Nachts wieder durch bzw. wenn ein Alptraum kommt, macht er sich einfach Licht im Zimmer an und schläft ohne zu weinen weiter.
Übrigens, auch ich war eine zeitlang sehr nervös und habe Zappelin bei mir einfach mal getestet. Hat auch bei mir super geholfen. Ich kann dieses Mittel also nur empfehlen. Es ist sicherlich bei ADHS ein Versuch (ohne Nebenwwirkungen) wert.
Viele Grüße ! :D
maria37
 
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Beitragvon Esche » 01.11.2005, 6:32

Hallo Helloween!

Ich habe zwei ADHS-Kinder hier zuhause. Beide mit total unterschiedlichem "Krankheitsbild" und ich habe auch so meine Erfahrungen mit "alternativen Medikamenten" gemacht. :roll:

Zuerst einmal sollte man bedenken das es auch mit Placebos zu einer Spontanverbesserung kommen kann. Man sollte den psyochologischen Effekt nicht unterschätzen. :wink:
Von einer "nachgewiesenen Wirksamkeit" kann man erst sprechen wenn eine Substans über einen zeitraum von mind. 6 Monaten gegeben wird.
Ich kenne das "Zappelin" weil ich damals auch jeden Stohhalm dankbar angenommen habe der sich mir bot. Bei meinem ältesten Sohn kam es auch zu einer Verbesserung, die allerdings nicht lange anhielt. Außerdem sollte man nicht vergessen das auch "natürliche" Substanzen (man nennt ja auch Kräuterauzüge "Drogen" :wink: ) Nebenwirkungen haben können.

Was man wirklich nicht vergessen sollte ist, daß es sich bei einer diagnostizierten ADHS um eine Gehirnstoffwechsel Erkrankung handelt. Diese Erkrankung hat nicht unerhebliche Risiken!!!
Z.B. haben ADHS´ler eine wesentlich höhere Suchtgefährdung, Depressionsneigung und leiden nicht zuletzt unter ihrem Entwicklungsrückstand im Bereich "soziale-emotionale Entwicklung".
Dazu kommen dann u.U. noch Schwierigkeiten im Wahrnehmungs-und kognitiven Bereich.

Ich möchte hier nun ungerne ein "Statement" für Rialin o.ä. beginnen, aber ich bin der Meinung das diese "Erkrankung" oftmals viel zu sehr auf die "leichte Schulter" genommen wird.
Sicherlich machen Eltern es sich nicht einfach ihrem Kind "Psychopharmaka" zu verabreichen, aber ich vergleiche diese Medikation gerne mit einer Diabetes.
Einen Kind mit einer solchen Erkrankung würde man das Insulin auch nicht vorenthalten. Sicherlich könnte es auch ohne Medikament überleben, aber die Folgeerkrankungen wären katastophal!
(Blindheit, Durchblutungsstörungen usw.)

Du hattest darauf indirekt darauf hingewiesen das Ritalin, oder ähnliche Präparate, Nebenwirkungen haben.
In unserem Fall, und mein ältester Sohn bekommt seit über 5 Jahren so ein Medikament, hat es bis heute keine Nebenwirkungen gegeben.
Ich selber bin im Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung / Hyperaktivität organisiert und der Anteil von Kindern die mit den Medikamenten nicht zurechtkommen ist verschwindend gering. Und selbst dann gibt es genügend Alternativen um den Kindern zu helfen.
Was mich immer noch sehr verwundert ist die Tatsache das immer noch behauptet wird Ritalin mache süchtig!
Das stimmt definitiv nicht!! Würde das Medikament süchtig machen würden ADHS´ler ja nicht permanent ihr Medikament vergessen. Ich jedenfalls bin morgens echt gefordert das meine 2 Jungs ja nicht "ohne" das Haus verlassen. :wink:
Wäre es anders würden beide schon eine Stunde früher zitternd nach der "Pille" verlangen. :roll:

Ich denke mal, daß noch seeeehr viel Aufklärungsarbeit nötig ist damit diesen Kindern wirklich effektiv geholfen wird. :wink:
ADHS heißt nämlich nicht ein Kind "ruhiger" zu bekommen sondern den Dopaminstoffwechsel zu korrigieren und somit eine normale Verbindung zwischen den Synapsen herzustellen. :wink:

LG Andrea
Besuch doch mal unsere Homepage!
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Beitragvon Moppelmäuschen » 07.11.2005, 16:42

Hallo Helloween!!


Aufgrund Deines Beitrages bin ich auf das Mittel Zappelin aufmerksam geworden.

Ich habe im Internet nach Zappelin gegoogelt und habe positives wie auch negative bzw. neutrales gefunden.

Habe dies jetzt auch mal bestellt und werde es meinem Sohn
verabreichen.

Meine Problem kannst Du unter dem Thema:

Konzentrationsschwäche in der Schule und bei den Hausaufgabe

nachlesen.


Ich werde mich melden, wenn ich bzw. die Lehrerin eine Veränderung an meinem Sohn festgestellt habe.



Gruß Moppelmäuschen
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Zappelin

Beitragvon Helloween » 29.11.2005, 18:26

Hallo,

vielen Dank für Eure Zuschriften.
Soeben komme ich vom Elternsprechtag.
Ich war so wütend, meine Tochter wird einfach in eine Schublade gesteckt
(dumm und frech).
Ich habe der Lehrerin versucht zu erklärt, dass bei ihr ADHS vermutet wird.
Leider habe ich erst in einigen Tagen den Termin beim Kinderarzt zwecks
verschiedener Teste.
Aber ich hätte genauso mit der Wand in der Klasse reden können,
gleiche Reaktion.
Man hat mir sogar gesagt, das meine Tochter eigentlich gemeldet werden
müßte, da sie höchstwahrscheinlich nicht auf diese Schule sein düfte.

Ich habe so zu sagen einen Aufschub bekommen, bis das Testergebenis
vorliegt.

Wer hat sonst noch diese Art von Erfahrung gemacht?

Im Moment bin ich totat fertig.

Als ich meine Tochter daraufhin ansprach, meinte sie,
"Mama ich haben einfach Angst Fehler zu machen, da mich sonst alle
wieder auslachen"

Wie kann ich ihr im Moment helfen, wenn noch nicht mal ihre Lehrerin
etwas Verständnis zeigt?

Gruß Helloween
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Beitragvon tizi » 29.11.2005, 21:44

Hallo!

Ich kann verstehen, dass du total fertig bist.
Eigentlich sollte man erwarten, dass dafür Verständnis gezeigt wird.
Schließlich snd wir ausgebildete Pädagogen.
Ich muss Eltern doch anhören. Meine eigene Meinung bilden kann ich mir dann immer noch.
Tut mir leid, das kann ich nicht nachvollziehen.

Ich drücke dir die Daumen für die Tests.

Liebe Grüße von Tizi
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Beitragvon Berenice » 30.12.2005, 12:59

Das wichtigste wird sein einen kompetenten Teste(in) zu finden. Nicht jeder Kinderarzt ist Fachmann in diesem Gebiet. Kluge Kinderärzte überweisen gerne zu wirklichen Fachleuten.

Nicht alles was sich in frech-sein und Unruhe äussert ist ADS. Es gibt unter Fachleuten immer grössere Besorgniss über Kinderärzte die in nicht nachvollziebarem Umfang Diagnosen stellen in diesem Bereich.

Was ich gut finde, ist, daß immer mehr Kinderärzte darüber Bescheid wissen, weil es eben helfen kann, die Sorgen ernst zu nehmen und die Kinder weiterzuüberweisen.

Gruss
Berenice
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Beitragvon Saskia » 10.01.2006, 21:37

Hallo,
ich bin PTA und in einer öffentlichen Apotheke tätig. Ich habe mittlerweile viele Mütter erlebnt, die überglücklich mit Zappelin sind und eine deutliche Verbesserung bemerkt haben. Es hat in Test im Vergleich mit Ritalin auch sehr gut abgeschnitten!
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Beitragvon meol » 10.05.2006, 12:54

Ich habe unserem Sohn Zappelin gegeben, aber keinen Erfolg feststellen können.
Ein Mittel der klassischen Homöopathie, welches wir von der Homöopathin bekommen haben, hat ihm wesentlich besser getan.
Außerdem gebe ich ihm jetzt eine Mischung aus Omega3 und 6 Fettsäuren, sowie Vitamin E.
Schöne Grüße,
meol
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Beitragvon Sven » 13.05.2006, 10:29

Hallo zusammen!

1. Möchte ich sagen, dass Ritalin nicht die Droge ist, für die sie in unserer Gesellschaft gehalten wird.

2. Die Reaktion der Lehrerin ist geradezu eine Unverschämtheit. Sollte ich tatsächlich recht behalten mit meiner Vermutung, dass die Ausbildung unserer LehrerInnen immer schlechter wird?!

3. Um AD(H)S zu diagnostizieren, bedarf es bereits einer zeitlichen Spanne von 6 Monaten, in denen in verschiedenen Bereichen die Symptome der AD(H)S gezeigt werden.

4. Ich halte wenig von Vergleichen zwischen Ritalin und Zappelin, da die Zusammensetzung nicht mal annähernd vergleichbar ist.

5. Man kann zu naturheilkundlichen "Dingen" stehen, wie man will...aber es sollte nicht angezweifelt werden, dass auch diese Sparte durchaus Erfolge vorzuweisen hat - auch wenn diese eher selten und geringfügig sind.

Was vielen nicht klar ist, ist die Tatsache, dass Ritalin und jedes andere Stimu-mittel nicht dazu geeignet sind, wohlwollende Ruhe in den AD(H)S´ler hinein zu bekommen. Es schließt lediglich die Lücke im Gehirnstoffwechsel. Darauf kann man dann mit weiteren Therapieformen aufbauen, wie z.B. Ergotherapie, Verhaltenstherapie, Elternraining oder Psychotherapie.

In diesem Sinne,
Sven
Zuletzt geändert von Sven am 19.05.2006, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon meol » 14.05.2006, 11:15

Hallo!

Ich möchte Ritalin nicht als Droge verfluchen, aber versuchen, die Situation mit meinem Sohn ohne zu meistern.

Ich kann nur ganz ehrlich sagen, dass ich Angst habe, es meinem Sohn zu verabreichen.

Ich mag meinen Sohn genau so, wie er ist. Mit seinem Einfallsreichtum, seiner pfiffigen Art, seiner Lebendigkeit,... .
Ich habe Angst, nachher ein ganz anderes Kind, eine "Schlaftablette", hier sitzen zu haben!

Viele Situationen sind hier wirklich schwer und manchmal weiß man nicht mehr weiter, aber bisher bin ich einfach noch nicht bereit, dass Medikament zu geben.
Wir versuchen noch weiter, homöopathisch etwas zu erreichen. Momentan wieder mit etwas Erfolg.

Für andere mag aber Ritalin die perfekte Lösung sein. Das würde ich nie verurteilen!

Gruß,
meol
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Brauche Rat..

Beitragvon loewe_w39 » 19.05.2006, 10:52

Hallo bei meinen Sohn (9j) wurde vor paar tagen ADHS fest gestellt aber von der Klinkärztin wurde gesagt er braucht noch keine Medikamente..daber meine Kinderärztin hat mir Zappelin geben meinte ich sollte es ausprobieren könnte nicht schaden..Bekannte mit so ähnlich fällen sagen welche ja andere nein..so frage an euch was meint ihr soll ich geben Zapplein :?: oder lieber ab warten da ich im September noch ein Termin beim Facharzt habe weiss nicht soll ich es ihn geben oder nicht nicht so einfach bericht steht auch nicht das er es haben muss Medikamente..also was Rät ihr mir :?: :oops: bis dann gruss claudia
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Beitragvon meol » 19.05.2006, 10:57

Zappelin hat meinem Sohn nicht geholfen, aber ich kenne einige Kinder, bei denen es wohl ewas gebracht hat.

Ich würde es an Deiner Stelle ausprobieren.
Zappelin ist ein homöopathisches Mittel, welches du so in der Apotheke bekommst.

Ist doch ein Versuch wert!

Gruß, meol
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allgemeine Schwierigkeiten

Beitragvon MayaKiran » 01.08.2006, 12:23

Hallo !

Ich bin als Nachhilfe-"Tante" bei drei Jungs im Bekanntenkreis mit den gleichen Schwierigkeiten am kämpfen wie so viele hier.

Mit dem vielleicht etwas objektiveren Blick auf die Familie und die Kinder, als es die Eltern selbst wohl sehen können, habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Die Jungs sind 8, 10 und 13 Jahre alt und haben alle die gleichen Probleme:
Konzentrationsschwäche, Rechtschreibe-Probleme - noch erschwert durch nicht-deutsche Abstammung - und eine allgemeine, recht ungebremste Frechheit und Aggressivität - innerhalb der Geschwister und natürlich auch in der Schule.

Die Erkenntnis, die ICH aus der Situation gezogen habe ist, dass eigentlich die Eltern selbst die Gründe geliefert haben, warum es einfach nicht läuft:

Vater und Mutter beherrschen die deutsche Sprache nicht oder zumindest im Schriftlichen höchst mangelhaft, was dazu führt, dass den Kindern bei den Deutsch-Hausaufgaben schon mal jede Hilfe abgeht und der Wortschatz zu wünschen übrig lässt.

Das Grundproblem in der Familie ist allerdings, dass die Kinder von klein an nicht zur Erkennung von Grenzen und zu Eigenorganisation und Eigenverantwortung erzogen wurden.

Es geht einfach zu Hause drunter und drüber; jeder macht was er will und nicht das, was er soll. Konsequente Bestrafung von Missetaten gibt es auch nicht, Vater und Mutter geben immer gleich nach und lassen alles laufen.

Es wird auch kein fester Tagesablauf eingehalten, wann und wo die Hausaufgaben gemacht werden, und ob sie gemacht wurden, wird auch nicht richtig kontrolliert.

Die Schulsachen liegen irgendwo herum, die Kinder haben keine eigenen Verwahrungen für ihre Sachen, jeder geht an des anderen Dinge.

Kurz: es ist alles höchst unorganisiert.

Dem entspricht natürlich auch das Verhalten in der Schule.

Ich habe seit einem halben Jahr versucht, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen und die Eltern auch aufgefordert, Konsequenzen für Fehlverhalten durchzuziehen, wie z. B. die Teilnahme am Fussball zu verbieten oder den Besuch übers Wochenende beim besten Freund.

Natürlich rede ich mir auch den Mund fusselig, um den Kindern beizubringen, dass Gewalt keine Lösung bringt und versuche, auch die allgemeine Frustration in Gesprächen zu ergründen und evtl. auch die Gründe zu beseitigen.

WAS ich allerdings aus meinen Beobachtungen bei Kindern allgemein in den letzten Jahren feststellen musste ist tatsächlich, dass die Eltern einfach zuviel laufen lassen und zu wenig Grenzen setzen und dann dafür sorgen, dass diese auch eingehalten werden, sich allgemein viel zu viele Frechheiten und Grenzüberschreitungen gefallen lassen, ohne sie konsequent zu bestrafen, damit die Kinder sehen, dass sie damit nicht durchkommen.

Vor allem werden zu wenig kleine Aufgaben, Pflichten und Verantwortung auf die Kinder übertragen, an denen sie -ausserhalb des Schulansprüche - wachsen könnten.

Was heute als Konzentrationsschwäche, ADS, etc., Schreibschwäche "erkannt" wird, ist oft einfach darauf zurückzuführen, dass die Kinder ANDERWEITIG mit Reizen überflutet werden.

Fernsehen und PC-Spiele, Nintendo, etc. MP3-Player.... all dies macht Kinder hektisch; und gerade die "Kinder"programme sind oft mit hektischen Kurz-Szenen und Bildsprüngen ausgestattet, um den grössten Schwachsinn interessant zu machen. Meistens geht es auch noch um Kämpfe mit oder gegen "Feinde", wobei herumgeballtert und vernichtet wird - also keine positiven Signale für Kinder-Entwicklung im sozialen Verhalten !

Die übrigen elektronischen "Spiel"zeuge verstärken das ganze und erzeugen eine Reizüberflutung.

Wo soll da noch die Kapazität für die Aufnahme von Schul-Inhalten herkommen ?

Die Eltern sind meiner Meinung nach in der Pflicht, solche Dinge massivst zeitlich einzuschränken und ihre Kinder zu körperlichen Aktivitäten, z. B. in Sportvereinen anzumelden, damit auch der Stress, die Frustrationen und der Adrenalinüberschuss abgebaut wird.

Was ich auch festgestellt habe: Verbot von Cola, bzw. anderen Koffein- oder Guarana-Getränken (wie Red Bull) führt recht schnell zu einer allgemeinen Beruhigung. Manche Kinder reagieren auch auf stark zuckerhaltige Getränke einfach mit einem Energie-Flash und sind dann kaum zu bremsen.

Ich denke, manche Eltern sollten sich mal mit ihren wirklich besten Freunden über ihre Lebenssituation unterhalten. Der Spruch "Du hast ja keine Kinder" oder "Bei dir ist das ja ganz was Anderes" sind nicht die besten Helfer. Natürlich ist jede Familiensituation einzigartig.

Aussenstehende erkennen aber oft sehr gut, wo genau der Knackpunkt liegen könnte, eben WEIL sie emotional nicht direkt in die Situation verwickelt sind.

Und nehmen Sie ihren Freunden nicht übel, wenn sie ehrlich sind und tatsächlich den "springenden Punkt" treffen. Denn der könnte genau die Eltern selbst treffen und ein erkenntnisreicher Blick auf einen selbst tut überlicherweise am meisten weh !

P.S.: Wir haben es alle zusammen in 4 Monaten geschafft, mit 2 Tagen pro Woche Hausaufgaben-Druck und Üben die Fünfen aus den Zeugnissen zu bekommen und die Versetzung zu schaffen !

Bei den 2 Mädchen, die jetzt im Vorschuljahr sind, ist es übrigens das gleiche Problem: viel zu wenig Anregung und Übungen zu Hause in Sachen Malen, Basteln - also der Feinmotorik. Das wird jetzt - mit Unterstützung durch den Kindergarten - nachgeholt.
Und natürlich ist die deutsche sprachliche Entwicklung auch nicht so, wie man sie von 5-jährigen erwarten könnte.

Manchmal frage ich mich wirklich, wie sich manche Eltern die Entwicklung der Fähigkeiten ihrer Kinder so vorstellen.......
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Beitragvon Sven » 09.08.2006, 9:58

Hallo Maya!

Um die letzte Frage gleich am Anfang zu beantworten...
manche Eltern glauben fest daran, dass alles von alleine geregelt wird. Das erschwert die Entwicklung in allen Bereichen des Lebens ungemein. Nur mach das mal jemandem klar, der dieser Überzeugung ist. :)

Was heute als Konzentrationsschwäche, ADS, etc., Schreibschwäche "erkannt" wird, ist oft einfach darauf zurückzuführen, dass die Kinder ANDERWEITIG mit Reizen überflutet werden.

Dazu stelle ich mal einfach fest, dass AD(H)S nicht leichtgläubig durch einen Facharzt diagnostiziert wird, sondern durch Erhebung der Anamnese und durch Beobachtungen in den verschiedensten sozialen Lebensbereichen "festgestellt" wird.
Die gezeigten Symptomen müssen in aller Regelmäßigkeit und mindestens über die Dauer von sechs Monaten gezeigt werden. Alle anderen Krankheiten, die zur "Debatte" stehen, müssen defnitiv ausgeschlossen werden.
Die einfache Reizüberflutung und eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn, die eine Rezüberflutung hervorruft, sind zwei völlig verschiedene Erscheinungsformen.
Das lässt sich durch die Wegnahme eines störenden Reizes beeinflussen. Das andere (AD(H)S) benötigt eine entsprechende Therapieform, um es temporär in den Griff zu bekommen.

Bis denne,
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