[color=darkblue]Ich bin momentan sehr ratlos und hoffe, dass mir hier jemand einen guten Rat geben kann.
Wir sind vor ein paar Jahren aus der Stadt auf ein Dorf gezogen. Die Kinder waren in der Stadt in einem normalen Kindergarten und kamen beide dort prima zurecht, hatten Freunde und besuchten die Einrichtung sehr gern.
Hier im Kindergarten war dann plötzlich alles anders. Bei meiner Tochter war es besonders schlimm. Sie wurde wegen ihrer Brille gehänselt und die Kindergärtnerin zeigte sich in keinster Weise an einer Problemlösiung interessiert und meinte nur, dass meine Tochter übertreibe. Es kam, was kommen musste und sie wollte nicht mehr in den Kindergarten gehen und verschloss sich völlig, hatte keine Freunde, spielte immer allein und war oft traurig. Ihr Bruder, dem der Wechsel leichter fiel, nahm ab da eine stark beschützende Haltung an, welche sich verstärkte als seine Schwester ernsthaft krank wurde. Als sie wieder den Kindergarten besuchen konnte, war sie noch mehr der Sonderling als zuvor, da sie nun einen körperlichen Makel aufwies.Ihr Bruder wurde ein Jahr vor ihr eingeschult. In dieser Zeit brauchte es viel Überredung sie zum Gang in den KIndergarten zu bewegen. Sie entwickelte sich zu einer kleinen Zicke, die von sich behauptete, dass sie keine Freunde benötige und so verhielt sie sich auch. Mit ihrem Wechsel in die erste Klasse wurde das leider nicht besser, da ja ihre Kindergartengruppe fast geschlossen in die erste Klasse überging. Sie ist eine gute Schülerin, was die Schulleistungen anbelangt, aber sie stört laut den Lehrern ständig den Unterricht. Über meinen Sohn wird ähnliches berichtet, bzw. ist er verhaltensauffällig - er schlägt sich mit anderen (teilweise im Auftrag seiner Schwester), hält sich nicht an die Klassenregeln etc.
Im familiären Umfeld hat sich nichts geändert, was so einen Verhaltenswechsel erklären könnte. Vielmehr glaube ich, dass es eher ein Integrationsproblem ist. Ich selbst konnte mich bis heute nicht in die dörfliche Gemeinschaft eingliedern und dabei habe ich es wirklich immer wieder probiert. Hier gibt es keine neuen Eigenheimsiedlungen, sondern wir haben ein altes Haus gekauft. Wir sind also als Neulinge eingedrungen.
Die Lehrer in der Schule kennen sich alle und sind befreundet. Nicht nur untereinander, sondern auch mit den Eltern der anderen Kinder - was Elternabende besonders angenehm macht!
Meine Tochter verlangt von mir einen Schulwechsel und mittlerweile ziehe ich diese Möglichkeit für beide KInder in Betracht. Sie kommen beide nicht klar und ich weiß nicht, was schief läuft. Lehrergespräche bringen nichts, auch der Gang zur Schulleitung brachte keine Verbesserung. Obwohl mein Mann und ich sehr kooperationsbereit waren.
Eine lange Vorgeschichte, die sicher total verwirrend ist.
Ich sehe keine Möglichkeit die derzeitigen Probleme lösen zu können, wenn die Kinder weiter an dieser Schule und in diesem Umfeld bleiben. Deshalb würde ich gern einen Schulwechsel für das nächte Schuljahr für beide Kinder anstreben. Nun habe ich aber in verschiedenen Foren gelesen, dass sich ein Schulwechsel ohne Wohnortswechsel schwierig gestalten könnte. Kann mir jemand diesbezüglich weiterhelfen bzw. hat damit Erfahrungen wie ich den Vorgang gestalten müsste?
Ich bin für jeden Ratschlag und Hinweis dankbar.
Viele Grüße
Cay[/color]

